[cresta-social-share]

Was ist das Auto? Eingetroffene Visionen aus dem Jahr 1974!

Ihr kennt Sie alle noch, die Bücher von “Was ist was?”, mit denen wir – vor dem Zeitalter des Internets – unser Wissen als Teenies schärfen konnten. Eins aus dem Jahr 1974 fiel mir unlängst in die Hände, beim Aussortieren. Da geht es um die Ausgabe, Band 53  “Das Auto”. Hier einige Sätze daraus, erstaunlich die Visionen, die der Sachbuchautor damals schon von sich gab. Hatte er seine Glaskugel?

“Die Zukunftsforscher sagen, dass es eines Tages so gut wie keine Privatwagen mehr geben wird. Überall an den Strassenecken werden Mietwagen zur Verfügung stehen. Wer einen Besuch bei Freunden machen will, steckt beim Betreten des Fahrzeuges auf der Strasse eine Schlitz im Wageninnern. Die Karte wird elektronisch abgetastet, der Fahrer fährt los. Hat er sein Ziel erreicht, lässt er den Wagen einfach an der Strasse stehen. Der Computer rechnet de Fahrpreis aus und zieht das Geld automatisch über ein Verrechnungskonto vom Bankguthaben des Fahrers ein.”

“Car to go”, “Drive now” ist heute tatsächlich schon im Einsatz,  ist ja erst der Anfang der mobilen Revolution. Wir leben erst seit zwei Jahren damit, aber es ist faszinierend, wie 1974 die Zukunft des Autos so vorhersehbar sein konnte. Auch ohne “google” konnte man wohl schon gut recherchieren… Solche Bücher muss man behalten, kommen irgendwann ins Antiquariat, so wie das Auto mit lebendem Fahrer am Steuer auch bald Geschichte sein wird.

Das sogenannte autonome Fahren ist jetzt schon am Start. In zehn Jahren ab heute, also in 2028, fahren LKWs 24 Stunden unbemannt am Steuer, keine Ermüdungserscheinungen, der Roboter kann das vollautomatisch und effizient. Einzig die Sensoren, die manchmal aus einer Mücke einen Elefanten machen und Kameras, die bei Schmutz, Regen und Schnee nicht genau sehen,  sind im Augenblick noch die Schwachstellen. Wir Menschen verlieren das Steuerruder und die Frage stellt sich, ob fuer meine kleine Tochter in 10 Jahren der Führerschein nicht obsolet wird.