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Das muss Liebe sein…

Mein Lebensgefährte und ich haben nach 7 Jahren gemeinsamen Zusammenlebens im Sommer diesen Jahres geheiratet. Nachdem Anthroposophen propagieren, alle 7 Jahre mit einem neuen Lebensabschnitt zu rechnen, gab es fuer uns demnach nur zwei Optionen: entweder heiraten oder sich trennen. Wir haben uns für das Erstere entschieden. Mich fragen nun viele, warum wir diesen Schritt getan haben. Weil wir ja keine Kinder mehr wollen würden, wäre der familiäre Aspekt doch obsolet. Genau meine Kinder konnten es aber kaum abwarten, dass ihre Mutter endlich nach zweieinhalb Jahren – unverheirateter Zustände – wieder unter die Haube kommt. Diesem Wunsch sind wir wohlwollend gefolgt. Davon abgesehen habe ich aus voller Überzeugung „Ja“ gesagt und merke nun keinen Unterschied, ausser dass ich einen Ehering trage. Dies ist wohl ein gutes Signal, denn viele kommen nach der Vermählung in schwere Zweifel, ob ihre Entscheidung pro Ehe wohl die richtige war, weil ihre Erwartungshaltung post Ehe eine zu hohe war. Andere wiederum heiraten aus Trotz und Rache die oder den nächstbeste(n) und wählen dann auch noch den Scheidungstermin von der Ex ein Jahr später als Hochzeitstag mit der neuen Braut aus. Wenn das mal kein schlechtes Omen ist….

Wie auch immer, ich habe mir kein kontaminiertes Datum ausgesucht, wir haben lange zusammen gelebt, um das Abenteuer Ehe einzugehen. Jetzt bin ich mit meinem Ex-Freund verheiratet, und mein Ex-Mann hat mir sogar über unsere Kinder indirekt gratuliert, es geschehen noch Zeichen und Wunder. Nicht aus Nostalgie zu ihm, sondern aus purem Pragmatismus habe ich erst mal meinen Namen behalten, da meine Töchter auch so heissen und noch zur Schule gehen. Laut deutschem Gesetz ist es so, dass man während der Ehe, wenn beispielsweise die Kinder erwachsen sind, den Nachnamen jederzeit in den neuen ändern kann. Hätte ich aber mit dem Ja-Wort gleich den neuen Namen meines Mannes oder gar einen Doppelnamen angenommen, so hätte ich keine Änderung im Nachhinein mehr vornehmen können. Ob Namensgleichheit oder nicht, in jedem Fall liegen wir mit der Heirat voll im “mainstream”, denn nicht nur die Geburtenrate steigt, sondern auch die Eheschliessungen (die Homo-Ehen miteingeschlossen). Wollte schon immer mal Trendsetter sein! Ein Hoch auf die Liebe!