Wenn einer eine Reise tut… meine ältere Tochter, die gerade mit nur 17 Jahren das “Deutsche Abitur” und das “Internationale Baccalaureate” absolviert hat, feiert das Leben. Zu recht. Sie hat es so verdient! Ich unterstütze sie in ihrer Reisefreudigkeit nach dem ganzen Lernstress der letzten 12 Jahre Schule. Bei ihrer Reisevorbereitung nach Russland stiess ich allerdings an die Grenzen meiner Belastbarkeit. Ich konsultiere die Agentur “König Tours” in Frankfurt, die sich angeblich ohne Probleme um das Visum für Russland kümmern. Nicht nur, dass diese Agentur die Warteschleife endlos laufen lässt, sondern auch muss man auf deren Website genau hinschauen, wenn man nur ein Touristenvisum haben möchte. Ich habe in der Hektik auf “privates Visum” getippt und war in den Beamtenmühlen der russischen Behörden so richtig drin. Dies zu korrigieren bedurfte weiterer unzähliger Warteschleife-Anrufe, bis ich dann endlich mein Kind mit einem Touristenvisum anfragen durfte. Von wegen Sorglos-Paket!

Für schlappe 120,00 Euro muss man die Geburtsurkunde, die Pässe beider Elternteile, die Kontostände (bei Freiberuflern) oder den Lohnzettel (bei Angestellten), die aktuelle schriftliche Bescheinigung der Krankenversicherung (die Versicherungskarte allein reicht nicht aus), ein Passbild und vor allen Dingen den Pass im Original senden. Hinterfragt man den Sinn des Papierkrams, kommt dann nach unzähligen weiteren Telefonaten: “wenn sie das Komfortpaket buchen für weitere 160,00 Euro, dann brauchen sie nur ein normales Bild und den Pass und nichts Weiteres zu schicken!” klärte mich die russische Stimme an der Strippe auf. Na dann, wenn der Rubel rollt, dann brauchen wir keine weiteren Dokumente. Für knapp 300 Euro (Porto Pass inklusive) bekam dann mein noch minderjähriges Kind ihr Visum – ein mega-Aufwand für ihren so kurzen Aufenthalt in Moskau. Mit Geld geht in Russland halt alles schneller!

Als ich meine russische Bekannte fragte, warum das alles so kompliziert ist, auch wenn man Ü 18 ist, kam als Antwort:”Wenn wir in Deutschland ein Visum beantragen, ist das genauso schlimm!” Nur, wer bitte will in Russland länger bleiben? Der Vergleich hinkt wirklich!

Ich dachte schon, dass die Amerikaner durch Trump mit den Einreisebestimmungen übertreiben, aber dagegen ist der Visum-Antrag: “ESTA” für die USA online das reinste Vergnügen. Mein Mann, der zur WM nach Moskau fliegen wird, hatte gar kein Problem mit dem Visum. Denn mit dem Kauf der überteuerten WM-Fussballkarten bekommt man automatisch den Freischein für das russische Visum. Aber wenn man dann die wuchernden Hotelzimmerpreise plus die Flugtickets für die Anreise zur Wm addiert, sind die 300 Euro, die ich für mein Kind bezahlt habe, ein Pappenstiel. Ich bin erstmal bedient, selbst die berühmten Petersburger Nächte im Sommer bringen mich nicht in die Hufen, um zeitnah nach Russland zu reisen. Warten wir mal ab, was die Wm so bringt, wenn der Rubel und der Fussball rollen.

…geht er meistens als Kurztrip nach Paris, London oder Rom. Prag steht nicht unter der ersten Top 5 der Städtereisen. Dabei ist die Stadt das “Paris” und “Wien des Ostens” und eine Prise Budapest. Ich habe selten so eine schöne Hauptstadt besichtigt, die neben den 13 Brücken, die die Moldau (ein Nebenfluss der Elbe) verbindet, auch soviel Architekturschätze bündelt. Keine Bausünden, nur nette Tschechen, ausser den zahlreichen asiatischen Touristen im Selfie-Wahn, eine tiefen entspannte Stadt. Auch wenn unlängst eine Fussgängerbrücke in die Moldau eingestürzt ist, diese Stadt ist nicht im Ausnahmezustand wie derzeit Paris, London oder Istanbul, die von Terror und Unruhen heimgesucht werden. Ich habe in einem ehemaligen Kloster namens “Augustine” gewohnt (5 Sterne), traumhaft grosszügige Zimmer und beste Lage. Die Karlsbrücke und die Prager Burg sind in 5 Minuten Fussweg zu erreichen. Silvester in Prag, wäre das keine gute Idee? Klickt auf

 

Auf der Alm, da gibt’s kein Sünd, heisst es im Volksmund, aber eine Menge Stress, wenn man wie kürzlich einige Wanderer in der Steiermark, Österreich, die Begegnung der tierischen Art mit Mutterkühen machen durften. Zu Fuss steil hinauf mit dem Hund und dabei die Kühe mit den Augen fixieren, direkt auf sie zulaufen, ist schon mal ganz verkehrt. Dann aber verängstigt als Mensch den Vierbeiner auf den Arm nehmen, ist lebensgefährlich, denn da sieht die Kuh auf der Weide rot, da sie Tier und Mensch als eines erkennt und darauf  zurennt. Also, auch wenn die Rinder auf der Wiese so harmlos aussehen wie in der “Milka”- Werbung, gebührend Abstand halten und den Hund an der Leine führen….