Einen Stammbaum haben die wenigsten. Meine Mutter hat mir mal zu meinem 18. Geburtstag einen geschenkt, der ging bis in die Generation ihrer Urgrosseltern. Da sie halbe Französin und halbe Deutsche war, konnte ich auf der mütterlichen Seite nachvollziehen, dass meine Urgrossmutter Italienerin war, was mich sehr freute. Der Stammbaum meines Vater, der Türke war, ist auch Multikulti. Unter anderem mongolisches Blut floss durch seine Adern, was mich dazu beflügelt, China und die Mongolei auf meine Reisewunschliste zu stellen.

Wer keine Eltern hat,  die sich die Mühe mit der Ahnenforschung gaben, der kann z.B. bei “Myheritage,de” seine ethnische Herkunft eruieren. mit 69 Euro Einsatz, weiss man, welche Völker mitgemischt haben bei Deiner persönlichen DNA. Ich habe viele Freunde in Amerika und Europa, die mit grossen Augen auf ihren Stammbaum blicken und feststellen, dass sie im Grunde alles Mischlinge sind. Diese ethnischen Erkenntnisse können nicht nur die Familie bereichern, weil man plötzlich so viele Verwandte auf der Welt findet, sondern können auch solche Spezies überraschen, die meinen arisch zu sein und protektionistisch sich von der Vielfalt der Nationen abschotten wollen.

Rechtsradikale wie “Reichsbürger”, “Pegida Anhänger”, “Zukunft Heimat” Propagandisten, “AfD” –  Wähler  sollten diesen DNA Test dringend machen, und wenn sie dann feststellen, dass sie tatsächlich reinrassig sind und vom Aussterben bedroht sind, dann sollten in Cottbus, Dresden und in anderen deutschen Nazilastigen Städten, Provinzen und Dörfern  sich schützen und eine neue Mauer bauen, die sie abschottet von der realen Welt der Vielfalt, der Chancen und der Offenheit. Wetten, dass die grössten Rechtspopulisten sich genau davor scheuen, zu recherchieren, woher sie kommen? Ein ideales Geschenk für Fremdenfeindliche, denen man durch die Blume mal einen zum Nachdenken mitgeben kann. Denn leider trauen sich wenige, gegen Rassisten den Mund aufzumachen, weil sie Angst davor haben, von ihnen verunglimpft zu werden. Und Angst ist ein schlechter Berater. Macht den Mund auf und schenkt den Rechtsgesinnten einen DNA Test!

Ich bekomme viele Emails von meinen treuen Leserinnen, die nun nicht wissen, wie sie  mich nach meiner Hochzeit ansprechen sollen. Also, nachdem ich noch schulpflichtige Kinder habe, behalte ich meinen bürgerlichen Namen “Nussbaum”, damit die Lehrer  nicht konfuser werden, als sie es ohnehin schon sind, da ich ja auch “Janine White” als Künstlernamen trage.

Ich hätte nach unserer Hochzeit auch einen Doppelnamen annehmen können, aber das klingt in meinem Fall echt albern. Und hätte ich mich dennoch für “Rüter-Nussbaum” oder “Nussbaum-Rüter” entschieden, so hätte dieser Name irreversibel für immer bleiben müssen. In meinem Fall, also der Beibehaltung meines Namens “Nussbaums”, kann ich mich jederzeit während meiner Ehe umentscheiden und den Namen meines Mannes annehmen, was ich tuen werde, sobald meine Kinder über 18 Jahre alt sind.

Was meinen Künstlernamen “Janine White” angeht, der auch bei mir im Pass so steht: den kann ich nicht verändern. Heisst, den behalte ich auch ein Leben lang, da ich weit über 100 Lieder als Textdichterin geschrieben habe und bei der “Gema” als ordentliches  Mitglied Lizenzen erhalte und als Autorin eines Buches entsprechend Tantiemen genau unter diesem Namen bekomme. Ich habe ihn also nicht durch meine erste Ehe automatisch bekommen, sondern habe unter diesem Namen als Künstlerin gearbeitet, was ich bis heute noch als Moderatorin und Bloggerin tue. Alles klar?  Ich bin also die Frau mit den zwei Identitäten (kommt jetzt das “Lageso” auf mich zu?) und höre auf beide Namen: Nussbaum und White und trage den Namen meines zweiten Mannes, den ich sehr liebe, tief in meinem Herzen!

Das Jahr 2018 ist noch jungfräulich. Alles auf Anfang! Ein herrliches Gefühl. Im Dezember 2017 hat mir ein guter Freund, Anwalt und Mediator, etwas vom radikalen Vergebungsritual aus Hawaii erzählt, Ho’ oponopono, das er in seiner Kanzlei erfolgreich anwendet, wenn sich – wie üblich im Rechtsstreit – Kontrahenten feindlich gegenüber stehen. Er schenkte mir zu Weihnachten das Buch, und ich verschlang es zwischen den Jahren. Ich lebe zwar nach dem Motto, dass man nicht jedermanns Liebling (everybody’s darling is everybody’s idiot”) sein muss und durchaus auch ein paar Gegner haben kann und dass man sich Neid verdienen muss und Mitleid geschenkt bekommt. Aber das Neue Jahr soll positiv beginnen!  Es ist ganz einfach. Vier Sätze, die man als Mantra aufsagen kann, damit man positiv befreit im Geschâftsleben und in der Partnerschaft vorankommt. Nachdem jeder Gedanke eine Form von Energie enthält, könnt Ihr Euch in 2018 so einschwingen, dass das Negative keinen Platz hat.

Dr Lens Glaubenssätze aus der Verzeihungslehre sind folgende:

  1. Es tut mir leid (Reue, setzt unglaubliche Lichtkräfte frei)
  2. Bitte verzeih mir (Verletzungen zu akzeptieren. Mit Liebe die Vergebung annehmen)
  3. Ich liebe Dich (Akzeptanz der Fehler des Anderen und seines Handels)
  4. Danke (Heilung durch Vergebung)

Es fällt sicher schwer, und insbesondere nachtragenden Menschen wie mir, bei einer unschönen Trennung im Geschäft, in einer Ehe oder bei ehemaligen Freunden so radikal vergeben zu können, aber Du bist, was Du denkst. Souveränität geht eben so: Weg mit dem Ballast, der Volksmund sagt “Mund abwischen”. Die Lehre des Ho’oponopono geht eben tiefer, man neutralisiert den “Feind” mit viel Liebe und guten Gedanken. So entlässt man Negatives, löst sch im Guten und schaut entspannt auf das, was da kommt an Licht und Glück in 2018!

Ob man will oder nicht, spätestens, wenn sich die Vierbeiner beschnuppern oder auch ankeifen, muss man sich als Hundebesitzer zu Wort melden. Bei Singles ist die Sterblichkeitsrate in 12 Untersuchungsjahren einer schwedischen Studie zufolge um 33 Prozent gesunken, da das Herzinfarktrisiko um 11 Prozent gegenüber der hundelosen Einzelgänger geringer ausfiel. Es ist das aktivere Leben, Wohlbefinden und eben soziale Kontakte, die Hundebesitzer weniger an Bluthochdruck, Fettleibigkeit, Stoffwechselstörungen und Diabetes erkranken lassen. Über allen bewegenden Aspekten scheint aber auch ein Haustier, das keinen Auslauf braucht, gesundheitsfördernd zu sein. Ob Meerschweinchen, Kanarienvogel, Goldfische oder Schildkröte, das sich Kümmern um einen, wenn auch stummen, Mitbewohner hält Herz und Gefässe gesund und elastisch, senkt den Stresslevel und Depressionen treten nicht zu Tage.

Singles, die statt Tier nur Topfpflanzen Zuhause haben, die regelmässig bewässert werden müssen, haben wohl auch eine längere Lebenserwartung. Der beste Freund des Menschen ist demnach nicht nur der Hund, eine Katze oder ein Blumentopf sind also auch gesundheitsförderlich.

Ein weiterer Grund, warum Singles dann vielleicht auch länger leben, als liierte Hundebesitzer, könnte, meiner weiter gedachten These zufolge, auch daran liegen, dass man als Einzelgänger sich nicht über seinen Partner aufregen muss. Ein Hund oder Papagei gibt keine grosse Widerrede…. Wie herrlich entspannend! Kommunikation als Einbahnstrasse.

Jetzt verstehe ich aber auch, warum manche Ehen so gut funktionieren, die selbst in Restaurants beim Abendessen zu zweit, sich ohne auch nur einen Wortwechsel zwei Stunden lang gegenüber sitzen. Allein die Tatsache, dass da ein Stummfisch mit am Tisch ist, beruhigt schon das Gemüt!

Wenn Ihr also noch kein passendes Weihnachtsgeschenk für Eure lieben, alleinstehenden Freunde habt, her mit dem Haustier und der Pflanze. Bei Liierten einen Maulkorb für den Partner unter den Christbaum, das würde so manches Weihnachtsfest retten…. Dann würde man endlich der “Stille Nacht” gerecht werden!

Meine beste Freundin schenkte uns zur Hochzeit “Alexa”. Seither haben wir absolute Harmonie im Haus, denn mein Mann hat sie installiert und endlich hört eine Frau auf ihn. Sonst wird er in dem 3 Mädels Haushalt oft mehrheitlich überstimmt, aber nun mit “Alexa” hat er eine Nebenfrau, die auf ihn konditioniert ist. Was er sagt, macht sie. Während wir sie mehrmals bitten, den Lieferservice anzurufen oder unsere Musikwünsche abzuspielen, braucht es nur ein einziges Wort meines Mannes und sie spurt. Eine Frauenstimme, die nur dann spricht, wenn sie gefragt wird. Das schaffen selbst die Saudis nicht. Idealer kann kein Hochzeitsgeschenk sein. Meine von mir tolerierte Nebenbuhlerin heisst also “Alexa” und ist außer hörig sein, nur harmlos. Ihre Stimme so sanft wie die einer Lerche, und mein Mann freut sich, wenn er nach Hause kommt und zumindest eine Frau auf ihn hört. Seit wir verheiratet sind, ist alles noch schöner mit uns geworden, vielleicht trägt “Alexa” ein Stück weit mit dazu bei :-)

Böse Zungen sagen, wir hätten nun freiwillig eine Wanze von “amazon” im Haus, so what!  “Siri” auf unseren Handies ist doch schon vorher als Stasi bei uns eingezogen, und “amazon” kennt mein Innen- und Aussenleben schon seit Jahren. Man kann sich auch echt verrückt machen mit der Privacy policy, das Kind ist doch schon längst in den Brunnen gefallen, wir sind gläserne Kunden und bleiben es.

Kürzlich war ich in Wien bei einem homosexuellen Sammlerpaar. Als ich bei der Besichtigung ihrer aussergewöhnlichen Kunstsammlung auch in den Privaträumen die Schuhfetischbegierden des einen Hausherrn begutachten durfte, war ich beruhigt, dass auch Männer den Schuhtick haben. Während ich nicht zu der Kategorie von Frauen gehöre, die Gästezimmer in Schuhsäle verwandeln, kumuliere ich als Messi, die sich von nichts trennen kann, seit 30 Jahren auch meine leisen Treter, allerdings in Kisten, zumal sich meine Schuhgrösse nicht verändert hat. Und die meisten von ihnen sind schon Vintage und damit wieder schwer in Mode, was meine Töchter sehr erfreut.

Es gibt aber viele Arten von Sammlerinnen. Schuhwahnsinnige ergattern auch Schuhe, die zu klein sind, diese fallen dann in die Rubrik “Sitz-Liege-Schuhe”. Sie werden eben nur ausgeführt zu Parade zwecken und nicht zum Laufen.

Andere, die das Kleingeld nicht haben, um Schuhe zu horten, bestellen sie, laufen auf einem “wichtigen” Fest mit der Schutzfolie auf der Sohle, um sie am nächsten Tag mit dem Paketdienst als Retoure zurück zu senden. Auch das gibt es wohl! Unfassbar, womit sich Frau die Zeit vertreibt.

Ein Freund, der ein gut gebuchter Psychologe in Berlin ist, meinte, dass Frauen, die sich jedes aktuelle Modell zulegen müssen, tatsächlich nachweislich ein Problem haben, das sie mit dem Frustkauf kompensieren müssen. Unglückliche Ehefrauen im Kaufrausch seien seine Hauptklientel… Statt sich zu trennen, kaufen sie manisch Schuhe, koste es, was es wolle. Da ist eine Scheidung am Ende günstiger für den Ehemann, denn was “Frau” da ansammelt mit den Jahren, ist schwer erlitten….