Im Sommer haben wir mit Freunden eine Woche auf einem sehr imposanten Boot in Kroatien verbracht. Als wir am Hafen in Dubrovnik den Anker gerade gesetzt hatten, schwirrte zur Begrüssung eine Drohne über uns. Nicht lustig! Wahrscheinlich vermutete man Celebreties an Bord in der Hoffnung, intime Bilder schiessen zu können. Egal, was die Intention war, die Drohnengefahr lauert überall. Selbst in der harmlosen Tiroler Bergwelt schwirrte gestern eine über meinem Balkon, als ich begriff, dass sich mein Nachbar einen Scherz mit mir erlaubte. Wir schotten uns alle ab, bauen Zäume um unser Grundstück, aber kein Dach kann so gross sein, dass es uns wappnet gegen diese Gefahr der Überwachung von oben. Dagegen ist “Google Earth” noch harmlos, denn diese Bilder müssen zwei Jahre alt sein, die wir heute im Netz begutachten dürfen.

Früher sah sich in meinem Heimatdorf im Schwarzwald neugierige Omas aus dem Fenster starren, heute ist es die Drohne, die die Neugier stillt, aber sie ist nicht so harmlos wie die Fensterbank-Voyeurin. Mit einer Drohne kann man Bomben werfen, so wurde sie im Ursprung zumindest eingesetzt. Heute nutzt man sie als Paketlieferant in entlegene Dörfer, aber was ist die nächste Stufe? Ganz abgesehen, von den Hobbypiloten, die sich ihr Sushi oder ihre Pizza mit der Drohne bestellen und vor die Tür liefern.

Der erste Schritt ist schon mal getan, um die Gefahr von oben einzuschränken. Seit dem 1. Oktober 2017 muss man in Deutschland einen Drohnenführerschein haben, um eine Drohne ab 2 kg Gewicht zivil navigieren zu können. Gut so, denn die Anzahl der fliegenden Geschwader, auch Quadrocopter genannt mit vier Rotoren, nimmt massiv zu. Die Flugsicherheit muss gewährleistet bleiben. Über Menschenansammlungen, Einsätzen von Ambulanz und Polizei sowie in Nähe von Flughäfen gibt es bereits ein Flugverbot. Die gemeldeten Zwischenfälle in der Nähe von Flughäfen stieg nämlich von 14 in 2015 auf 60 bis August 2017. Und nachdem Logistik, Paketzustellung und Co immer wichtiger werden, muss man dieser Entwicklung gegensteuern, sonst haben wir am Ende statt den Himmel voller Geigen den Himmel voller (Kampf)Drohnen.

Wenn dem so ist, dann weiss ich, warum sich mein Ehrgeiz in Grenzen hält. Neid muss man sich bekanntlich verdienen, und Mitleid bekommt man geschenkt. Nachdem mir Neid als Attribut komplett abgeht, da ich oft selbst beneidet wurde und werde, hatte ich vor kurzem eine Grundsatzdiskussion mit Frauen, die auf einem Symposium von Neid als Motivation sprachen. Neid generiert man in der Regel wohl nur in seinem eigenen Dunstkreis, in seinem Job, bei seinen Freunden und Bekannten. Was eine erfolgreiche, gut aussehende Karrierefrau in USA umtreibt, interessiert eine deutsche, ambitioniert arbeitende Frau nicht im geringsten. Ist sie aber an ihrem Ort, in ihrem Metier mit einer anderen schönen Kollegin im Wettbewerb, hat diese auch noch Kinder und Mann zu organisieren und schafft es dennoch, die Karriereleiter hoch zu erklimmen, schafft das Neid.

Man unterscheidet Neid in zwei Kategorien: Konstruktiver Neid als Impuls, um sich zu motivieren nach dem Motto:” Das schaffe ich auch, was sie kann”. Motivation, um erfolgreich zu sein. Denn Erfolg ist zwar oft ein Produkt des Zufalls, aber Beharren und Durchsetzungsvermögen gepaart mit dem Wettbewerbsgedanken kann durchaus zum positiven Ergebnis führen, so die Aspirantinnen des Symposiums.

Destruktiver Neid als Missgunst hingegen kann krank machen und alles andere als motivierend sein. Wenn man beispielsweise aus lauter Missgunst einem Porsche Fahrer wünscht, dass er gegen den nächst besten Baum knallt, hat das nichts Motivierendes an sich. Viele teilen auch die Ansicht, dass destruktiver Neid nur unter den Ärmeren vorkommt. Dass ab einem gewissen finanziellen Niveau Neid nicht mehr erzeugt werden kann, das allerdings erlebe ich anders. Klar, haben Millionäre und erst recht Milliardäre keine Existenzangst. Geld spielt bei weitem keine tragende Rolle, aber wenn einer ein kleineres Boot als der andere hat, beginnt die Schlacht um die Superyacht. Ich habe dies schon erlebt, wie nicht pure Existenzangst die Triebfeder des Erfolgs sein kann, sondern reiche Menschen getrieben von Neid höher und weiter hinaus wollen als die in unmittelbarer Konkurrenz stehende Personen.

Haben wir also alle dieselbe Software, egal welcher Schicht wir angehören? Aber beginnt nicht die Glückseligkeit bei einem Jahreseinkommen von 90.000 Euro und haben wir dann nicht weniger Neidempfinden? Oder kommen wir weiter, wenn wir Neid als Motivation ausleben? Ich glaube, dass vieles genetisch geprägt ist, dass Eltern als Vorbilder gelten und Lehrer als Inspiration. Nicht umsonst spricht man vom Unternehmer-Gen. Dass ein Kind, dessen Eltern Angestellte sind, weitaus weniger ein Gründer wird als ein Zögling, dessen Eltern ihre eigene Firma führen.

Die Kunst des guten Lebens ist eine Frage des Gönnens, sich am Erfolg der anderen zu freuen. Man bekommt das sicher in die Wiege gelegt, und wenn man dann von Misserfolgen geprägt Missgunst entwickelt, dann muss man das nicht als Motivation schön reden. Das jedenfalls ist meine Meinung, denn scheitern gehört zum Leben, wieder aufstehen, sich zu schütteln und nach vorne schauen ist die Kraft, aus der Motivation sich generiert und nicht aus Neid.

Vor den nahenden dunklen Monaten hier meine Naturapotheke, es muss ja nicht immer die Chemiekeule sein, die man bei Winterblues, Erkältung & Co schwingen muss. Und was heilt, hat bekanntlich recht. Probiert es aus.

Lavendel beeinflusst Psyche und Schlaf, lindert Kopfschmerzen und lässt die Wäsche mottenfrei in den Schränken.

Johanniskraut beruhigt die Nerven, wirkt als natürliche Antidepressiva und hilft sogar gegen Gicht, Rheuma und Hexenschuss.

Eukalyptus zur Behandlung von Wunden, Verbrennungen, Insektenstichen, bei Kopfschmerzen und zur Fiebersenkung. Das Myrtengewächs hilft auch gegen Asthma, ist schleim- und hustenreizlösend.

Minze Das darin enthaltene Menthol wirkt anregend, antiviral, krampflösend, verdauungsfördernd und entzündungshemmend.

Kamille beruhigt den Magen und das Nervensystem, hilft demnach auch bei Schlaflosigkeit: entzündungshemmend, wundheilend, desinfizierend und krampflösend. Ideal auch bei schweren, müden Beinen als Creme.

Aloe Vera spendet Feuchtigkeit, reizmildernd, entzündungshemmend, beschleunigt die Wundheilung z.B. bei Sonnenbrand

Sanddorn ist der beste Vitamin C Lieferant. Wird auch oft in Cremes eingesetzt wegen seines schützenden und pflegenden Eigenschaften.

Sandelholz lässt als Öl Leberflecke verschwinden

Weissdorn verbessert die Durchblutung der Herzkrankgefässe und verbessert die Herzleistung, beugt bei längerer Einnahme auch vor Arteriosklerose.

Passionsblume schlaffördernd, geeignet bei nervösen und ängstlichen Zuständen und hilft gegen Reizbarkeit.

Baldrian lindert Wetterfühligkeit, erleichtert das Einschlafen und beruhigt gestresste Menschen am Tage.

Gingko lässt das Blut besser fliessen und fördert die Konzentration- und Gedächtnisfähigkeit. Zudem hemmen die antioxidativen Ginkgoflavonoide die Bildung freier Radikale.

Passt nur auf, es gibt untereinander Wechselwirkungen mit der Schulmedizin. Ein Beispiel: eine Frau nimmt die Antibabypille und nimmt zusätzlich Johanniskraut als Antidepressiva. Sie riskiert dann, schwanger zu werden. Am besten fragt Euren Apotheker zu Risiken und Nebenwirkungen….

In diesen Tagen, wo meine ältere Tochter kurz vor ihrem 17. Geburtstag steht und in 7 Monaten ihre Internationale und Deutsche Hochschulreife geschafft haben wird, komme ich als “Helikopter-Mutter” zum Nachdenken. Kann mein Kind, das gefühlt erst vor 7 Jahren noch in die Windeln gemacht hat, mit 17 nach ihrem Turbo Abitur in die weite Welt schweifen, aus dem “Hotel Mama” für immer auschecken? Wird sie ohne mich überleben? Loslassen ist das Schlagwort. Ein schweres Wort. “WalkAway” nennen das US-Psychologe, die aus der Tradition nordamerikanischer Indianerstämme heraus, Pubertierende nach der Rotkäppchen Methode einfach 24 Stunden nüchtern und allein in den Wald aussetzen, sie danach – am Ende der Finsternis – von den Eltern abholen lassen, um dann gemeinsam die Erlebnisse, den Weg zu sich selbst zu finden, und damit den Weg zum Erwachsenen werden, definieren lernen. Aus der Kraft der Natur, einsam auf sich selbst gestellt, scheint auch für den deutschen Gymnasiallehrer Peter Maier mit seinem Buch “Initiation – Erwachsenen werden in einer unreifen Gesellschaft” der Schlüssel für das erfüllte Ende der Kindheit zu sein. Er organisiert mit Schülern aus der 10. und 11. Klasse regelmässig Wald-Rituale, in denen Gleichaltrige durch die einsame Erfahrung in der Wildnis Solidarität ausserhalb ihrer Familien erlernen. Ich weiss nicht, ob ich mein Kind frierend in den dunklen Wald aussetzen wollen würde, um sie, nach dem sinnlosen G 8 Druck, für das harte Leben da draussen zu wappnen bzw zu schulen. Vor dem Hintergrund, dass die Bundeswehr in Deutschland abgeschafft wurde, eignen sich solche Abhärtungsrituale ganz sicher für die heranwachsenden Jungs unserer Gesellschaft. Für hartgesottene Eltern hier mehr Informationen unter 

Ich war vor kurzem bei einem “alternativen” Friseur, bin quasi mal fremdgegangen, weil ich den Gutschein einer Freundin einlösen musste, ehe er verfiel. Ich war beim sogenannten Naturfriseur, der nur mit 100 % natürlichen Haarpflegeprodukten arbeitet. Mein Ansatzfärben, was sonst tagelanges Jucken auf der Kopfhaut hervorruft, war dieses Mal wie weggewischt. Die Farbe hält super. Probiert es aus: in Berlin www.friseur-molinari.de ( in 14169 Berlin Zehlendorf und in 12351 Berlin Gropiusstadt). Schwangere oder solche, die es werden wollen, sollten ohnehin keine Chemie an die Kopfhaut lassen! Und wo wir alle nur noch “bio” essen, dann sollten wir auch bio / organic in die Haare schmieren!  Auf Hennas alten Spuren….

Als meine Mutter im Juni 2004 verstarb, verbrachte ich bis zu ihrem Tod drei Monate lang an ihrer Seite im Klinikum Charité Benjamin Franklin in Steglitz. Wenn nicht die empathischen Krankenschwestern gewesen wären, hätte ich meine Mutter dort keine Sekunde gelassen. Selten so eiskalte Ärzte erlebt, wie in diesem Krankenhaus, das mittlerweile nicht ohne Grund den Ruf hat, dass man dorthin nur zum Sterben gehen kann. Als mein Vater, selbst Arzt, im Jahr 2013 krankheitsbedingt auch in einigen Kliniken der Stadt stationär behaltet wurde, war er entsetzt darüber, wie die Mediziner heutzutage ihre Patienten behandeln, sie stundenlang in den Gängen liegen lassen, brutal ihren Tod ankündigen und von Nächstenliebe soviel Ahnung hatten wie Honecker zu seinen Stasi-Hoch-Zeiten. Einzig katholische Kliniken und jüdische Krankenhäuser oder solche, die Ausländer als Ärzte in der Belegschaft hatten, “Menschelten” noch. Woran das lag und immer noch liegt? Wenn man Abiturienten mit dem Schnitt von 0.75-1,2 nur  zum Hochschulstudium der Medizin zulässt, dann hat man bestenfalls gute Studenten und Fachidioten, aber noch lange keinen emphatischen Arzt am Ende. Der sogenannte NC (Numerus Clausus) sollte meinetwegen gelten bei Studiengängen der Physik, Chemie, Mathematik, Luft- und Raumfahrttechnik, Biotech, aber bitte nicht dort, wo man mit Menschen arbeitet. Zurecht klagen nun zwei deutsche Studienplatzbewerber, die seit Jahren auf einen Platz im Fach Humanmedizin warten. Auch nach langer Wartezeit, bis zu 7 Jahren, erhielten sie eine Absage. Die beiden Männer berufen sich bei ihrer Klage auf das Grundrecht, dass alle Deutschen, Ausbildungsstätte, Beruf und Arbeitsplatz frei wählen können. Ende des Jahres wird das Urteil erwartet. Ich bin gespannt, denn wenn man neben dem NC auch mal einen psychologischen Test als Grundlage machen würde, käme so mancher 1,0 Abiturient nicht zum Medizinstudium. Solange Ärzte nicht von Robotern ersetzt werden, muss die Menschlichkeit an oberster Stelle stehen und das tut es hierzulande in den Krankenhäuser nicht mehr, wo der Mensch eher als Ware und für Forschungszwecke missbraucht wird.

Ich war nicht aus Protest, sondern aus purem Zufall  zu den Feierlichkeiten der Deutschen Einheit am 3.10.2o17 nicht in der Hauptstadt, meinem Wahl-Wohnort. Mir war aber auch nicht zum Feiern zumute. Das war schon mal anders.

1989 habe ich als Journalistin in einem Auffanglager in Karlsruhe eine der ersten ostdeutschen Familien interviewt, die mich tief in ihre Seele blicken liessen und mich mit ihrer Geschichte berührten. Sie waren geflohen aus ihrer ostdeutschen Heimat und konnten ihr Glück kaum fassen, in Freiheit zu leben, Bananen ohne Ende essen zu können und ein neues Leben aufzubauen. Sie kamen rüber, um zu bleiben. Genau genommen waren alle Ostdeutsche am Anfang auch Flüchtlinge ausser, dass sie der deutschen Sprache mächtig waren.  Das war aber wirklich der einzige gemeinsame Nenner! Viele davon sind schneller integriert worden als ein Syrer, aber mehr als die Hälfte (57 %) der Ostdeutschen sind heute der Meinung, dass die Probleme (wie Angleichung der Gehälter oder der Rente, etc) nicht gelöst seien. Aus Frust und Protest ob der fehlenden blühenden Landschaften haben sie demnach „AfD“ gewählt, und dies im Osten (Sachsen, Mecklenburg Vorpommern, Thüringen, Brandenburg) signifikant hoch.

Angesichts der Tatsache, dass westdeutsche Städte wie Duisburg oder Bochum eher Solidaritätszuschläge nötig hätten, weil es dort u.a. viel mehr Hauptverkehrsstrassen mit Schlaglöchern gibt, sollten vor diesem Hintergrund die ostdeutschen Schulen eher auf der Bildungsebene mit fakultativen Lehrstunden die Themen wie die deutsche Geschichte ab dem Siegeszug der Nazis oder der Umgang mit Autokratie neu gelehrt bekommen, damit sich die Jugend ein eigenes Bild machen kann und nicht wie deren Eltern und Grosseltern demnächst unwissend vor die Wahlrunen treten. Jene alte ostdeutsche Generation hat eben mal einfach 40 Jahre lang ein falsches bzw. fehlendes Geschichtsbewusstein, das sich im aktuellen Wahlergebnis wiederspiegelt. Die meisten „Afd“ Wähler kommen aus dem Osten, sind zu 60 % im Rentenalter (wobei die „Afd“ nicht mal ein Rentenprogramm hat) und sind entweder verklärt oder haben die Sehnsucht nach einer autokratischen Herrscherfigur, ob links oder rechts ist dabei nicht relevant. 

Deutschland quo vadis? Die Aussicht, dass sich die Alternative für Dumme, wie ich sie nenne, selbst zerstückelt wie einst die „Schilly“ Partei in Hamburg, ist marginal. Ihr Lieblingsthema sind ja die Flüchtlinge, die ihnen bisher weder eine Wohnung noch ein Bett im Krankenhaus strittig gemacht haben. Damit einher plagt die Rechtsgenossen ein weiteres populäres Thema, die deutsche Kultur, die es zu retten gibt. Dann bitte auch in aller Konsequenz: Alle “AfD” Wähler sollten sich ab jetzt weder in ein türkisches, italienisches, mexikanisches, griechisches, vietnamesisches oder indisches Restaurant begeben, keine ausländischen Putzfrauen und Handlanger beschäftigen, nur deutsches Liedgut hören und nur deutsche Produkte konsumieren, und bitte auch keine fremden Pflegekräfte in den Seniorendienst stellen und im Freundes- und Bekanntenkreis am besten einen Ariernachweis abfragen, eher man soziale Kontakte wagt. Und bitte in kein fremdes Land mehr reisen, man könnte sich dort eventuell in einen Ausländer verlieben! Deutschland bietet doch “blond gefärbt” alles, was das braune Herz begehrt. Das wäre konsequentes Abschotten derer, denen die Globalisierung und die Flüchtlingspolitik in Europa Angst macht.  „Wann kann ich mir Hoffnung machen“*, dass man dann diese Spezies dann einfach politisch einmauert wie damals 1961-1989, und den Opa Dr. Gauland auf sie hetzt mit seiner entgleisten Gossensprache „Wir werden sie jagen“. Mit über 12 % „AfD“ Wähler ist meine Obergrenze der Rechtsradikalen jedenfalls erreicht.

* So lautete einer der Standardsprüche von Ostdeutschen, wenn sie – vor dem Mauerfall – wie üblich für Grundnahrungsmittel stundenlang anstanden, nicht wissend, ob sie am Ende der Schlange noch ein Brot abbekommen würden.