Schmieren bis der Arzt kommt

Schuld bin ich. Ich habe in jeder Hand- und Jackentasche und im Auto einen Lippenpflegestift. Meine Mädels ahmen mir nach und klagen über trockene Lippen. Während ich die Generation „Labello“ gelebt habe, neige ich heute im reifen Alter dazu, alle anderen Produkte im Vorbeigehen in den Drogerie- und Bioläden sowie Apotheken zu kaufen, Hauptsache, man schmiert. Gerade in der Kälte sind die Lippen spröde. Dabei achtete ich bis vor kurzem nicht darauf, was diese Riesenauswahl an Lippenpflegelestiften so enthalten. Meistens sind die Ingredienzen auch so kleingedruckt, dass man schon eine Lupe dabei haben muss, um zu erkennen, ob die Substanzen schädlich sind oder nicht, Die Stiftung Warentest hat mir die Arbeit erleichtert und warnt vor Substanzen (u.a. Mineralölbestandteile) wie:

  • Moah (Mineral oil aromatic hydrocarbons, aromatische Mineralöl-Kohlenwassewrstoff) enthält erbgutverändernde und krebserregende Stoffe
  • Mosh gesättigte Mineralöl-Kohlenwasserstoff) kann auch mit der Nahrung zum Teil aufgenommen werden und sich im Körper anreichern
  • Posh (Polymer oligomeric saturated hydrocarbons) sind synthetische Kohlenwasserstoffe, die dem Mosh sehr ähnlich sind.
  • Dimethicone (Silikon), das an der Oberfläche wasserabweisend ist, was bei fehlender Feuchtigkeit auch zu aufquellenden Lippen führen kann. Bei einer Dosis zw. 0,005 und 30 % gilt es als nicht krebserregend, das ergaben die Tests an Mäusen. Ich verzichte lieber ganz darauf auch als Brustfüller!

Daraufhin habe ich meine Armada an Lippenpflegestiften unter die Lupe genommen und habe nur noch folgende für gut befunden, die frei sind von

  • Parabenen
  • Mineralölen
  • Silikonen
  • Propylene  Glycol (aus Mineralöl entstanden, Weichmacher, kommt u.a. in Bremsflüssigkeit und Frostschutzmitteln vor!)
  • Enthalonamine (auch Trieenthalonamie, TEA, Nirtilio-2, 2N, Aminoethanol, Tricolamin, Trolamin genannt ) können in Verbindung mit synthetischen Konservierungsstoffen krebserregend sein.
  • Aluminium und Oxybenzone (auch Benzophenone-3 genannt, chemischer UV Schutz mit vielen Nebenwirkungen)
KAUFEN: Blind kann man alle Produkte erwerben aus den Bioläden und solche, die nur Shea- und oder Kokosöl enthalten, aus purem Bienenwachs (“ Burt’s Bees) hergestellt wurden und den Schriftzug BIO (wie z.B. lavera, Valverde, Primavera) auf ihrem Etikett haben dürfen. Lippenstifte der Firma „Ritual“ und „L’occitane“ sowie ‚Haut- und Kindercreme von Kaufmann“ sind sehr  zu empfehlen, da sie allesamt keine Konservierungsstoffe enthalten.
MEIDEN: Marken wie „Bebe“ von Johnson & Johnson, „Bela“, der Eigenmarke von dm Markt,  „Labello“ oder „BListex“ halten es  gar nicht für nötig, die enthaltenen Substanzen zu deklarieren. Der Kunde kauft das Produkt, weil das Marketing gerade passt oder irgendein  Instagram Influencer das propagiert. Zu dumm, das man da blind folgt. Also FINGER WEG!
APOTHEKE: Nur weil man Lippenpflegestifte zu überhöhten Preisen in der Apotheke kaufen kann, heisst noch lange nicht, dass La Roche passt oder Vichy automatisch gut sind, meine Lippen trocknen sie enorm aus.
MIT SONNENSCHUTZ: Da gilt das Augenmerk genauso darauf, denn wenn bei Sonnenpflegestiften beispielsweise Oxybenzone enthalten sind, kann Deine Lippen einen massiven Sonnenbrand bekommen. Schaut genau auf das Kleingedruckte, ehe ihr Sonnenschutzprodukte erwerbt.
Und wenn wir schon bei Kosmetika sind: Wimperntusche, Lidschatten, Puder, Make-up, Cremetiegel, Haarschampoo, Haarspray und Haarspülung sowie Gel, Deos  und Hand- und Fusscremes sind genauso mit negativen Substanzen behaftet wie die Pflegestifte. Also, schaut genau hin, ehe Ihr Euren Warenkorb bei „Douglas, Müller, dm, Rossmann & Co“ füllt.