Sex ist kein Leistungswettbewerb

Wer Kinder Zuhause hat, kennt das Thema: mit Eltern über Sex reden ist unangenehm. Die Schule alleine schafft die Aufklärung nicht und ehe sich der Sohn auf Pornoseiten verirrt und dabei zu keiner hilfreichen Aufklärung erlangt, sollten Väter mit ihren Söhnen diese Diskussion anfangen und bei Töchtern idealerweise die Mütter. Gleichgeschlechtliche Ratschläge haben zumindest den Faktor der Peinlichkeit nicht. Sagt dem Sohn, dass das Gliedmass bei jedem unterschiedlich sein kann zwischen 7 bis 10 cm im nicht erigierten Zustand, hinzu kommen 5 cm bei der Erektion, je nach Ausgangsgrösse, hinzu. Jungs messen sich gerne daran – Muskelspiele in jüngeren Jahren sind der Vorreiter. Was beim Jungen der Penis, ist beim Mädchen die Brust, nur mit dem grossem Unterschied, dass man die Grösse des Gliedes nicht mittelbar zur Schau stellen kann. Die weibliche Messlatte ist dank der unendlichen, kostenlosen postings auf den social media Kanälen junger Mädchen extrem hoch, zumal die Oberweite gerne dort zur Schau gestellt wird. Nimmt Euren Töchtern die Wahnvorstellungen, dass nur ein grosser Brustumfang anziehend ist. Wenn Jungs darauf schielen und dumme Sprüche machen ob der fehlenden Fülle, kann man sie über die Schwerkraft aufklären, denn was schwer wiegt, hängt schnell. Und die Diskussion über Fussballbrüste dank Silikonkissen ist sicherlich auch anregend. Schlagfertig sollten Mädchen auch sein, wenn es darum geht, dass Jungs despektierlich von ihren einschlägigen „Einloch“-Abenteuern berichten. Solche Prahler haben in der Regel nichts in der Hose, kann man seiner Tochter mit auf den Weg geben und ihnen auch klar machen, dass es keine Altersangabe als Mass für „das erste Mal“ geben muss. Keiner muss in Zugzwang geraten, nur um mitreden zu können. Genauso wenig geht es beim Sex um ein Leistungswettbewerb: schneller, grösser, weiter gilt da nicht. Und da wir keine Roboter sind, „menschelt“ es durchaus, auch mal keine Erektion zu haben, was vorlauter Aufregung, gerade in den Anfängen, passieren kann.
Da Eltern nicht zu früh zu Oma und Opa mutieren wollen, sollten Eltern von Jungs ab dem 14. Lebensjahr ihrem Sohn zum Geburtstag einen Eimer voller Kondome schenken, und Mädchen sollten sich zumindest eine App herunterladen, um ihren Eisprung jeden Monat festzustellen sowie das Bewusstsein entwickeln, dass Kondome vor Genitalherpes und Aids etc schützen. Die Pille sowie Kondome sollte man als Teenie in der Schublade griffbereit haben, wenn das „Date“ ernster wird. Ein Besuch bei einer Frauenärztin ist sicher ab 14 Jahren schon sinnvoll oder früher, je nachdem, wann die Menstruation anfängt. Auch wenn das Gespräch mit zunehmendem Alter, besonders in der Pubertät, schwierig wird, müssen Eltern die soziale Kompetenz aufbringen und Verständnis zeigen, wenn das Kind nicht über das komplette Sex-Thema wie Selbstbefriedigung, Pornografie und  Hygiene mit den Eltern diskutieren will. Gewisse Themen hat man früher in der „Bravo“ gelesen, dafür gibt es heute Suchmaschinen und Filme auf Netflix & Co oder Bücher, die man dem Pubertier auf das Nachtkästchen legen kann. Man muss ansonsten das richtige Gespür entwickeln, was für sein Kind individuell der richtige passende Moment ist, peinliche Themen zu diskutieren….

 

Ab heute bis zum 3. März ab zum….

nein, nicht zur SPD Wählerabstimmung für oder gegen die Grosse Koalition, sondern wir sollten uns ab heute bis zum 3.März den schönen Dingen widmen, allen voran den Haaren. Der derzeitige zunehmende Mond im Löwen bis zum 1. März 2018 heisst, dass sich jetzt ein Friseurbesuch lohnt, um färben oder schneiden zu lassen. Am 2. März durchläuft die Jungfrau den Vollmond, das wiederum die Welle und den Haarschnitt positiv beeinflusst. Wer jetzt spontan bis morgen einen Friseurbesuch einlegen kann, dem kann einer Löwenmähne nichts mehr im Wege stehen, ich weiss, wovon ich erzähle. Seit 20 Jahren achte ich auf die Mondzyklen und lebe mit den Vorteilen, die sich daraus ergeben. Gerade Frauen in unserem Alter, die mit den Wechseljahren und den einhergehenden Haarausfall Themen zu kämpfen haben, wie z.B. einer androgenetischen Alopezie, das allmähliche Verschwinden des Haarvolumens, das wie bei den Herren der Schöpfung, durch das männliche Hormon Androgen verursacht wird. bedingt u.a. durch Stress. Die stressbedingten Hormone haben, wenn sie im Körper abgebaut werden, eine rest-androgyne Wirkung, auch auf die Haarwurzel, damit einher geht, dass das Haarfollikel geschädigt und das Wachstum gekürzt wird. Es kommt zu einem Schrumpfungsprozess an der Haarwurzel und das Haar wird früher als vorgesehen abgestossen,  Tinkturen und Medikamente oder auch die Gabe von der Pille sind Mittel, zu denen die Dermatologen  raten, wenn es um die fehlende Haarpracht geht, die unter anderem neben der genetischen Disposition auch die Wechseljahre als Ursache hat. Daher rate ich Euch, macht regelmässige Kopfmassagen, ernährt Euch ordentlich basisch und geht bei zunehmendem Mond im Löwen und oder in der Jungfrau zum Friseur. Alles hat eben seinen richtigen Zeitpunk, so wie Ebbe und Flut.

#Witsbeforetits

Jedes Boulevard-Blatt in Europa hat auf seinen dominanten Seiten eine nackte Frau. Während die „Sun“ seit 2015 ihr „Luder“ komplett verbannt hat, konnte sich die BILD Zeitung dazu durchringen, die Brüste zumindest von der Frontseite auf Seite 3 zu hieven. Immerhin!

Die Aktivisten um FEMINISTA haben in Anlehnung an die erfolgreiche Petition in England nun mit einer Unterschriftenaktion eine freundliche Übernahme des „Bild Girls“ für nur vier Wochen auf dem Plan, wo sie statt Brüste Frauen mit Geist zeigen wollen. Unter dem Hashtag „#Witsbeforetits“ könnt Ihr Euch an der Petition beteiligen und dafür sorgen, dass Frauen mit Grips attraktiv sind, ohne ihre Brüste zeigen zu müssen. Alle Mütter sollten sich dieser Unterschriftenaktion anschliessen, denn alleine schon, was man auf Plattformen wie Instagram, facebook und snapchats & co an Fleischshow von seinen Töchtern und deren Followern und Freunden zu sehen bekommt, ist alarmierend genug, Das Bewusstsein der Mädchen muss heute geschärft werden, dahingehend, dass alleine die Brustgrösse nicht zur Attraktion beiträgt, zumal man sich operativ alles modellieren lassen kann, die Gehirnmasse allerdings nicht! Schlaue Frauen sind sexy, teilt das mit dem Link unten, damit die BILD Zeitung zumindest vier Wochen lang das Frauenbild in der Zeitungslandschaft und auf deren Internetplattform ändert. 100.000 Unterschriften bedarf es, um „BILD Dir Deine Meinung“ in die richtige Richtung zu lenken. Macht bitte mit.

Hallo,

ich habe gerade die Kampagne „Bild Zeitung: „Freundliches Takeover“ des nackten Bild Girls – #WitsBeforeTits – Bild Dir eine Meinung” unterschrieben. Das Anliegen ist mir sehr wichtig – zeichnest Du auch?

Hier geht es zur Petition:

https://www.change.org/p/bild-zeitung-freundliches-takeover-des-nackten-bild-girls-witsbeforetits-bild-dir-eine-meinung?utm_medium=email&utm_source=petition_signer_receipt&utm_campaign=triggered&share_context=signature_receipt&recruiter=859532161

Hass im Netz

Es wurde Zeit, dass die Politik endlich reagiert auf Hate Speeches im Netz und auf fake news. Vom Hass im Netz sind ca 2/3 aller Online Nutzer betroffen. Das neue sogenannte NETZWERKDURCHSETZUNGSGESETZ schützt nicht nur Personen des öffentlichen Rechts wie Stars und Sternchen oder Politiker, die sich täglich mit Hasstirade auseinandersetzen müssen, sondern jeden Bürger, der mit Verleumdung, Mobbing, Stalkern belästigt wird, kann sich demnächst wehren. Betroffene können eine Strafanzeige bei der Polizei anmelden, auch wenn der Täter anonym im Netz sein Verbrechen betreibt. Die Polizei bzw. der Staatsanwalt ist in der Lage, den Nutzer mit seiner IP Adresse zu ermitteln. Und nachdem man diesen Hass-Hetzer im Internet zurückverfolgt hat, drohen diesem bei

  • Beleidigung entweder eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe
  • Verleumdung bis zu 2 Jahre
  • Volksverhetzung bis zu 5 Jahre

Der Rechtsweg ist nun nicht mehr ausgeschlossen,  und alle Opfer sollten sich trauen und zur Polizei gehen. Denn die meisten haben gegen „hatespeech“ keine Chance ausser einer Anzeige. Eine Politikerin, die rechtsradikale Angriffe erhält, sagte mir, dass sie mit einer sogenannten niveauvollem „Counter Speech“ dagegen hält, um den Rassisten die Stirn zu bieten, aber nicht jeder ist verbal versiert und mental so stark wie ein Politiker, der sich häufiger mit dem braunen Müll auseinandersetzen muss und darin geübt ist. Ignorieren ist im übrigen auch eine erfolgreiche Variante, denn wenn man von Dummen irgendwelche Hassthemen bekommt sei es via social media oder per email ist Ignorieren die beste Antwort.

Das neue Netzwektdurchsetzungsgesetz ist aber zumindest eine rechtliche Plattform, um den geistig Verwirrten legal Paroli zu bieten. Nur gegen Roboter (Algorithmen) kann man sich nicht schützen, wie hier der Artikel von Sebastian Halm für High Tech I Business vom 8.2.2018 schildert, den ich mit Euch teilen will. Und bei allem gilt: wenn Ihr irgendwelche populistischen, propagandamässigen Textnachrichten oder Artikel bekommt mit irgendwelchen angeblichen Fakten, fragt als erstes nach, was die Quelle ist. Das ist nämlich entscheidend. Nazi-Parolen werden in der Regel mit Zahlen hinausposaunt, die keine realen Daten vorweisen.

 

Sexistische Bots, rassistische KI: Wie Vorurteile Algorithmen verfälschen (von Sebastian Halm / High Tech I Business)

Selbst, wenn Algorithmen doch ’nur‘ auf Daten aufbauen, sind sie oft voller Vorurteile – meist spiegeln sie aber nur die Stereotypen ihrer Macher und

Gesellschaften wider.

 

2012 erlangte eine von Google geschaffene künstliche Intelligenz einige Berühmtheit. Ein neuronales Netz – eine Art aus über 1.000 zusammengeschalteten Computern geschaffenes, künstliches Gehirn – hatte angefangen Katzenbilder zu sammeln, ohne dass ihm jemand beigebracht hatte, wie das geht oder befohlen hatte, das zu tun. Mit etwas Einsicht in die Funktionsweise eines neuronalen Netzes war das Phänomen schnell erklärt: Die Algorithmen hatten erkannt, dass alle Bilder etwas gemeinsam hatten: Sie zeigten Objekte, von denen der Supercomputer zwar nicht wusste, dass es Katzen sind, aber er erkannte, dass sie alle dasselbe Lebewesen sind – und legte sie korrekt allesamt in denselben Ordner ab. Es war ein perfektes Beispiel für die zunächst wundersam erscheinenden Leistungen, die künstliche Intelligenz heutzutage vollbringen kann.

Drei Jahre später führte eine künstliche Intelligenz aus dem Hause Google abermals zu einem unvorhergesehenen Ergebnis, das allerdings nicht als heitere Anekdote und Erfolgsgeschichte taugt: Ein ähnlicher Bilderkennungs-Algorithmus hatte irrtümlicherweise zwei Fotos schwarzer Menschen als Gorillas identifiziert und entsprechend kategorisiert. Und die Welt musste sich die Frage stellen: Sind künstliche Intelligenzen am Ende menschlicher als wir es wollen – sind Computer und Algorithmen ebenfalls rassistisch?

HANDLUNGSRELEVANZ

Die Erklärung für den Gorilla-Lapsus war auch schnell gefunden: Es handelte sich um einen sogenannten ‚Bias by Data‘ – eine in den Daten, die dem Algorithmus zugrunde liegen, angesiedelte Voreingenommenheit der Maschine. Man hatte es versäumt, Googles Bildprogramm auch Fotos schwarzer Menschen als Lern- und Entscheidungsgrundlage zu geben. Und so entschied der ausschließlich mit Fotos hellhäutiger Homo Sapiens gefütterte Algorithmus, sobald er über ein vom Muster abweichendes Foto stolperte, es müsse sich um ein anderes Wesen mit schwarzer Epidermis handeln. Also entschied er auf Gorilla.

Damit hat man den Vorfall erklärt, aber das Problem besteht weiter: Ein moralisch-ethisches Phänomen wie Rassismus existiert also auch im moralisch und ethisch scheinbar keimfreien Raum der Algorithmen. Bedeutet: Formeln sind allen Glauben zum Trotz nicht neutral. Man spricht hier vom ‚Biased Algorithm‘ – dem voreingenommenen Algorithmus, der menschliche soziale Vorurteile reproduziert. „Die Objektivität der Algorithmen ist ein Mythos“, sagt Klaas Bollhoefer , Gründer und Geschäftsführer des auf künstliche Intelligenz spezialisierten IT-Dienstleisters Birds On Mars . „Maschinen sind ebenso wenig objektiv wie Menschen. Dass man Entscheidungsprozesse mittels Automatisierung neutral machen kann, ist eine Legende, von der wir weg müssen.“

Was die Folgen voreingenommener Algorithmen für Wirtschaft und Gesellschaft sind
Beispiele dafür, wie menschliche und soziale Vorbehalte die Algorithmen kontaminieren, die bereits heute über all um uns herum Verwendung finden, gibt es zahlreiche.

Die Gefahren dieses Irrglaubens vom unvoreingenommenen Algorithmus sind vielfältig, sie betreffen ganze Gesellschaften und Volkswirtschaften ebenso wie Individuen http://www.ibusiness.de/members/marketing/db/573230sh.html

 

Mieses Karma….

heisst der Bestseller des Autors David Safier, den  alle Lästermäuler mal lesen sollten, damit sie sich mal zügeln mit ihren bösen Zungen. Es gibt Menschen, die sind voller Komplexe und kompensieren das damit, dass sie andere diffamieren, um von ihren eigenen Schwächen abzulenken.  Sie vergessen dabei: „What comes around, goes around“. Das ist die ausgleichende Gerechtigkeit. Ich will ja nicht schadenfroh sein, aber da ist was Wahres dran. Auf kurz oder lang kommt die Strafe auf den Fuss. Ich habe es gerade im ehemaligen Bekanntenkreis aus der Ferne erlebt: Die Eine fiel brutal vom Pferd, die Nächste bekam im wahrsten Sinne des Wortes ihr Fett ab, indem sie derart zunahm, dass ihr Allerwertester nun Sitzfleisch ohne Ende bietet und die Dritte im Bunde der Lästerpartie wird von ihrem Mann betrogen. Das Karma schlägt zurück und holt jeden ein, der meint, andere Menschen zu denunzieren. In meinem weiteren Umfeld gibt es Bekannte, die vor solchen mit Hass erfüllten Menschen den Mund halten, ihren fremdenfeindlichen, populistischen Parolen nicht Paroli bieten, weil sie Angst haben, selbst als „Persona non grata“ denunziert zu werden. Das erinnert an Deutschland vor 70 Jahren, dass diejenigen, die aus Furcht nicht gegen Nazis und den Antisemitismus vorgingen,  sich stumm heraushielten und der barbarischen Vernichtung von 6 Millionen Juden hilflos zusahen. Wehret den Anfängen! Denn zu schweigen ist ein Spiel mit dem Feuer. Solange wir in Freiheit leben, hat jeder das Recht auf eine eigene Meinung und auf Verteidigung von Schwachen und braucht keine Angst vor Populisten und Rechtsradikalen zu haben, deren geistiger Horizont im besten Fall mit der deutschen Staatsgrenze endet!

Die häufigste Unfallursache ist nicht Alkohol

…sondern das Handy am Steuer. Eines meiner Kinder macht demnächst den Führerschein. Ich sollte als gewissenhafte Mutter ein Vorbild sein, fahre aber zugegebenermassen nicht nur nach Vorschrift, das ist meiner französisch-türkischen Herkunft geschuldet. In Paris oder Istanbul fährt man einfach anders als hierzulande. Dafür dass die Südländer chaotischer im Strassenverkehr navigieren als die Deutschen, passieren überraschenderweise nicht mehr Unfälle. Aber egal ob in Deutschland oder sonst wo, die Hauptursache der Unfälle ist nicht etwa Alkohol oder zu nahes Auffahren, sondern tatsächlich das Handy am Steuer. Und solange wir nicht alle automatisches Fahren haben, sollten wir das Handy im fahrenden Auto ruhen lassen. Selbst ein Blick darauf, kann tödlich enden und ausserdem macht es die Augen kaputt. Nichts ist so wichtig, dass man dafür sein Leben und das der Familie aufs Spiel setzen muss.

Ist Erfolg genetisch?

Ich war vor kurzem in Berlin auf einem Symposium, Thema: Frauenquote, der Spagat zwischen Familie und Kind. Es sassen fünf Damen auf dem Podest, drei davon hatten das Erbe des Vaters angetreten und bekamen quasi ab Geburt die Firma in den Schoss gelegt. Konnten sich entspannt in das gemachte Unternehmernest setzen und nebenher auch noch vier Kinder gross ziehen, weil ja die Kindermädchen ihren Job bestens bezahlt verrichteten. Natürlich mussten diese drei Damen aus gutem Hause zumindest einen ordentlichen Abschluss haben, ehe sie dann auf direktem Weg in die Fußstapfen des Vaters eintreten durften. Die Ausbildung, ohne anschliessende berufliche Erfahrung in anderen Unternehmen, war quasi der „Dooropener“, und wenn man dann in der hauseigenen Firma Schwierigkeiten hat, wird man als Tochter sanft aufgefangen. Söhnen ergeht es komischerweise anders, sie müssen sich oft gegen den allmächtigen Vater behaupten lernen und spüren enormen Gegenwind.

Die drei Damen jedenfalls waren meines Erachtens fehl am Platz.  Mich überzeugten hingegen zwei Gründerinnen, die mit wenig Eigenkapital ihr start-up auf den Weg brachten, Investoren gewinnen mussten und nebenbei auch noch Mutter von zwei Kindern wurden. Das ist meines Erachtens repräsentativ, wenn es um Frauen geht, die heute ihren Mann stehen müssen. Das sind für mich die wahren Heldinnen, die nicht qua Herkunft ihre Karriere feiern, sondern aus eigener Kraft Erfolg haben, ohne protegiert zu sein von Papa.

Ich gönne jedem seinen Status, aber mit welcher Chuzpe man sich selbst feiert, wenn man den Erfolg ohne eigenes Zutun geerbt hat, hat mich doch sehr schockiert. Authentisch waren die drei Töchter von den ingesamt fünf Frauen leider nicht. Besonders hat mich die Aussage einer der Damen erschüttert, die allen Teilnehmern des Symposiums empfahl, im Lebenslauf bloss nicht zu erwähnen, dass man Mutter sei. „Das würde die Karrierelaufbahn nicht nach vorne bringen,“, so der O-Ton einer der Unternehmer-Töchter. Das galt natürlich nicht für sie, aber welches Signal setzt man da selbst als Frau in die Welt, was gibt man den jungen, im Raum anwesenden Mädchen für  Tipps auf den Weg mit? Die Kunst ist doch, dass unsere Töchter ohne “ #Metoo “ und dem Negieren ihres Nachwuchses in der Businesswelt reüssieren können. Wenn Männer sich aufmachen und Symposien dieser Art organisieren, sollten sie in der Tat Frauen am Start haben, die authentisch sind und wertvolle Ratschläge geben können und nicht den genetischen Erfolg ihr eigen nennen und kinderfeindliche Attitüden an den Tag legen.

Fakt ist: Frauen müssen nach wie vor einen Gang höher schalten, um zur Vorstandsebene zu gelangen oder gar als Star bei den Musikawards wie z.B. die „Grammy-Verleihung“ Preise einzuheimsen. Sie müssen einfach mehr leisten: Kinder auf die Welt bringen, Karriere machen und auch noch eine gute Ehefrau und Mutter sein und dabei bitteschön auch noch super aussehen. Nicht umsonst schrumpft bei soviel Multitasking und Anforderungen der Abstand der Lebenserwartung zwischen Frau und Mann. Dass das weibliche Geschlecht per se sieben Jahre länger lebt, ist heute nicht mehr so.

Neuerdings nehmen sich auch immer mehr junge Väter im Berufsleben eine Auszeit, das sogannnte „Parenting“, um nicht nur bei der Geburt präsent zu sein. Sie wollen mehr haben vom Kind und der Familie, was sie ehrt. Bei jedem Einstellungsgespräch ist es der „Generation Erbe“ wichtiger, sogenannte Sabbaticals (Sonderurlaube) im Arbeitsvertrag zu implementieren als eine jährliche Gehaltserhöhung. Wenn das so weitergeht, sind die Frauen auch offiziell das starke Geschlecht und werden der Haupternährer der Familie sein. Nur das mit der Gebärmutter beim Mann haut noch nicht ganz so hin, aber das wird bestimmt in naher Zukunft auch durch künstliche Intelligenz erreicht. Und dann ist das Thema Frauenquote ohnehin obsolet! Das erleben wir Frauen ab 40 vielleicht noch!

Das „Gegebene Wort“ und die Nachwehen

Erinnert Ihr Euch noch? Helmut Kohl und die Spendenaffäre? Der Altkanzler hat bis zum letzten Atemzug sein Ehrenwort gehalten und nicht den anonymen, grosszügigen Gönner der CDU namentlich genannt, nahm sogar dafür in Kauf, seinen exzellenten Ruf als „Kanzler der Deutschen Einheit“ aufs Spiel zu setzen. Unser derzeitiger Außenminister, Sigmar Gabriel, hat sich wohl auf das gegebene Wort seines Parteikollegen Martin Schulz verlassen und dieses nun mit Pauken und Trompeten eingefordert. Politiker sind auch nur Menschen, der eine hält sich dran, der andere erst mit öffentlichem Druck. Im Privaten ist das auch so eine Sache. Ich weiss nicht, wie oft mich Freunde ins Vertrauen gezogen haben mit der Bitte um absolute Geheimhaltung, und ich habe mich daran gehalten, weil es um elementar wichtige Dinge ging. Mein Wort zählt. Und wenn ich etwas verspreche, dann halte ich mich daran. Wenn es aber um etwas Belangloses oder Banales geht, ist es nahezu lächerlich, einem das Ehrenwort abzunehmen. Dann bin ich auch nicht bereit, es zu geben.

Es gibt tatsächlich Frauen, die unter fadenscheinigen Gründen nicht erzählen wollen, wo sie gerade welches Designer Kleidungsstück günstig gekauft haben oder zu welcher Kosmetikerin sie gehen, weil sie das im Vertrauen von einer Freundin empfohlen bekommen haben und es nicht weitersagen dürfen. Das ist, mit Verlaub, Kindergartenniveau. Wenn ich Freunden etwas Gutes tun kann, dann helfe ich, wo ich kann.

Was ist also das gegebene Wort? Ein Versprechen bis ins Grab einhalten, egal wie albern es auch ist?

Ich habe meiner Mutter, die viel zu früh verstarb, versprochen, loyal zu sein und meinen Mitmenschen mit Respekt zu begegnen und wenn es darauf ankommt, meinen Mund zu halten. Und daran halte ich mich. Das Ehrenwort hält man unter der Prämisse, dass keiner zu Schaden kommen darf. Oder dass man Dinge, die man verlässlich zugesagt hat, so lebenswichtig sind, dass man sich daran hält.  Sigmar Gabriel wäre zu Schaden gekommen, denn wenn es tatsächlich zu einer erneuten „Groko“ kommt, sind die Diäten eines Ministerpostens höher als die eines herkömmlichen Abgeordneten. Abgesehen von der Wichtigkeit des Amtes, das man inne hat mitsamt dem Ruhm und dem Ansehen.

Bundeskanzler Helmut Kohl wollte nicht Ross und Reiter nennen, damit hat er zwar sich und seiner Partei massgeblich geschadet, aber die CDU ist deswegen nicht in der Gunst der Wähler abgefallen, und Helmut Kohl hat trotz der Hetzkampagne gegen seine Person noch sehr lange gelebt. Am Ende muss jeder selbst abwägen, was für ihn ethisch und moralisch vertretbar ist, solange man immer bei der Wahrheit bleibt, wenn man den Mund aufmacht.Und so wie Ämter, sind oft auch Freundschaften sowie Ehen auf Zeiten begrenzt, die es mit dem „Gegebenen Wort“ nicht zu Ernst nehmen!

Zivilcourage will erzogen sein

In diesen Wochen haben wir Deutschen eigentlich allen Grund zum Feiern. Die einstige Mauer ist genauso lang gefallen wie sie stand. Ein Grund für mich, um Revue passieren zu lassen. Ich stand als ehemaliger Wessi und Tourist aus dem Schwarzwald,  im Sommer 1989, vor der Berliner Mauer und konnte es als junger Mensch nicht begreifen, das man in der geteilten Stadt überhaupt leben konnte. Als die Mauer fiel, zog ich recht bald danach nach Berlin und liebe diese Stadt allerdings erst seit dem Zuzug der Regierung im Jahr 2002. Sie ist seither liberal, die einzige wahre Grossstadt im Lande und somit ist sie weltoffen. Sie hat nichts von Kleinkariertheit, Enge und Ängsten. Sie ist immer im Werden, niemals im Sein. Es wird in ihr nie langweilig! Nicht umsonst steigt die Zahl der Einwohner, die kommen, um zu bleiben. Egal woher man stammt, in Berlin ist man erstmal Mensch. Und die meisten haben Zivilcourage. Diese Eigenschaft ist gerade bei den Westdeutschen stark ausgeprägt, Jahrelang wurde uns in den Schulen gepredigt, wie Faschismus und Kommunismus die Freiheit des Einzelnen nehmen, das man für sein Recht aufstehen muss und sein eigenes Denken im demokratischen Sinne in die Welt hinaustragen soll.

Ich gehöre zu der Generation, die mit Gastarbeiterkindern in die Schule ging, die italienische, jugoslawische, türkische und deutsche Freunde hatte und keinen Unterschied sah, ausser dass es in den diversen Küchen bei den Schulfreunden anders nach Gewürzen roch als bei meiner Mutter oder Oma zuhause. Eine herrliche Vielfalt, die mich durch meine Kindheit getragen hat und mich zu dem weltoffenen Bürger gemacht hat, der ich heute bin. Deswegen passe ich auch zu Berlin. Nichtsdesotorz treffe ich selbst in der .liberalsten Stadt Deutschlands hie und da noch auf Menschen, die in der DDR sozialisiert wurden und die die Mauer noch im Herzen und auf der Zunge tragen. Es sind all jene, die nicht abgeholt wurden von uns, die selbst nicht integriert sind in dem neuen, vereinten Deutschland, die fremdenfeindliche Züge annehmen. Ehrlich gesagt, habe ich – nach langem Hadern mit mir selbst-  für all jene eine gute Entschuldigung gefunden. In der ehemaligen DDR gab es zwar auch Ausländer aus kommunistischen Ländern wie Vietnam, Angola, Kuba, Mosambique, aber diese Menschen kamen als Arbeiter, wurden homogen in Arbeitslager gehalten und wohnten in eigens für sie geschaffenen Wohnheimen, heisst: sie waren kaum gesehen im normalen DDR Leben. Sie waren nicht integriert. Die DDR Bürger kamen nicht in Berührung mit ihnen, wie wir mit den Gastarbeitern in Deutschland, die bereits ab Mitte der Fünfziger Jahre mit für den Aufschwung in der BDR sorgten. Die Westdeutschen haben den Gastarbeitern und deren Tätigkeit mit den Wohlstand zu verdanken, die Ostdeutschen hatten bis zum 8.November 1989 keinen Wohlstand und schon gar keine Zivilcourage.

Aber genau diese Gabe ist der Schlüssel für ein besseres Miteinander. Wenn wir unseren Kindern und Enkelkindern auf den Weg geben, das neben einer gesunden Portion Patriotismus in homäopathischen Gaben, auch Zivilcourage und Weltoffenheit die Menschen verbindet – fernab ihrer Herkunft. Das kann man erziehen. Dafür braucht man, neben dem Elternhaus, auch Vorbilder, wie beispielsweise Peter Fischer, der Präsident des Fussballvereins „Eintracht Frankfurt“. Er hat in seinem Stadion an die Fans seines Vereins appelliert, die Ausgrenzer auszugrenzen. Wer gegen Ausländer ist, hat keinen Platz im Frankfurter Stadion. Herr Fischer hat aus der Geschichte gelernt, ist konsequent und hat Zivilcourage beweisen. Ich wünschte, dass so manch anderer aufsteht und sich, auch medial, einsetzt gegen Rassismus in diesem vereinten Deutschland. Der moralische Kompass fehlt noch bei vielen Ostdeutschen, auch wenn die Mauer schon genauso lange nicht mehr existiert wie sie stand! In den Köpfen scheint sie noch einzementiert zu sein, das jedenfalls ist die Bilanz von 1989 bis heute.

Der coole Décoiffée Look

Seit November 2017 hat es in meiner Lieblingsstadt Paris ununterbrochen geregnet. Dem Pariser Chic konnte das aber nichts anhaben. Denn die Französin von Welt trägt ihre Haare décoiffé, sprich zersaust. Man muss nach dem Friseur Besuch eigentlich so aussehen, als ob man gerade eine heisse Nacht erlebt hat und sprichwörtlich komplett durcheinander, aber sehr emotionalisiert, mit glänzenden Augen und wilden Haaren auf die Strasse geht. Ihr kennt das Gefühl doch auch, oder? Zumindest ist Euch vertraut, dass man vom Friseur kommt und erstmal die Haare kräftig aufschüttelt, damit sich die Strenge des Föhnens und der überdosierten Haarspraygabe  verflüchtigt. Wer will denn schon so aufgeräumt aussehen, wenn der angesagte Look Décoiffé heisst? Ich halte mich, als Viertel-Französin,  da schon ein Leben lang dran und komm zerzaust und locker ganz gut durchs Leben! Vive la France und der Paris Chic!