Bildung für Frauen

Alle reden von Frauenquote in den Führungsetagen. In Afrika und anderen Dritte Welt Ländern haben sie ein ganz anderes Thema. Die Frauen dort sind bildungsfern, mehr als 80 Millionen Mädchen weltweit fehlt der Zugang zu Bildung. Die ASTRAIA Female Leadership Foundation (www.astraia.org) hilft konkret, lokal und international. Statt sich zum Geburtstag Duftkerzen und Blumen zu wünschen, bittet um eine Spende für ASTRAIA. Die Organisation ist klein und jeder Cent wird zu 100 % in das Charityprojekt investiert ohne Abzug. Frauen helfen Frauen! Seid dabei! Bildung ist Macht!

#Witsbeforetits

Jedes Boulevard-Blatt in Europa hat auf seinen dominanten Seiten eine nackte Frau. Während die „Sun“ seit 2015 ihr „Luder“ komplett verbannt hat, konnte sich die BILD Zeitung dazu durchringen, die Brüste zumindest von der Frontseite auf Seite 3 zu hieven. Immerhin!

Die Aktivisten um FEMINISTA haben in Anlehnung an die erfolgreiche Petition in England nun mit einer Unterschriftenaktion eine freundliche Übernahme des „Bild Girls“ für nur vier Wochen auf dem Plan, wo sie statt Brüste Frauen mit Geist zeigen wollen. Unter dem Hashtag „#Witsbeforetits“ könnt Ihr Euch an der Petition beteiligen und dafür sorgen, dass Frauen mit Grips attraktiv sind, ohne ihre Brüste zeigen zu müssen. Alle Mütter sollten sich dieser Unterschriftenaktion anschliessen, denn alleine schon, was man auf Plattformen wie Instagram, facebook und snapchats & co an Fleischshow von seinen Töchtern und deren Followern und Freunden zu sehen bekommt, ist alarmierend genug, Das Bewusstsein der Mädchen muss heute geschärft werden, dahingehend, dass alleine die Brustgrösse nicht zur Attraktion beiträgt, zumal man sich operativ alles modellieren lassen kann, die Gehirnmasse allerdings nicht! Schlaue Frauen sind sexy, teilt das mit dem Link unten, damit die BILD Zeitung zumindest vier Wochen lang das Frauenbild in der Zeitungslandschaft und auf deren Internetplattform ändert. 100.000 Unterschriften bedarf es, um „BILD Dir Deine Meinung“ in die richtige Richtung zu lenken. Macht bitte mit.

Hallo,

ich habe gerade die Kampagne „Bild Zeitung: „Freundliches Takeover“ des nackten Bild Girls – #WitsBeforeTits – Bild Dir eine Meinung” unterschrieben. Das Anliegen ist mir sehr wichtig – zeichnest Du auch?

Hier geht es zur Petition:

https://www.change.org/p/bild-zeitung-freundliches-takeover-des-nackten-bild-girls-witsbeforetits-bild-dir-eine-meinung?utm_medium=email&utm_source=petition_signer_receipt&utm_campaign=triggered&share_context=signature_receipt&recruiter=859532161

Hass im Netz

Es wurde Zeit, dass die Politik endlich reagiert auf Hate Speeches im Netz und auf fake news. Vom Hass im Netz sind ca 2/3 aller Online Nutzer betroffen. Das neue sogenannte NETZWERKDURCHSETZUNGSGESETZ schützt nicht nur Personen des öffentlichen Rechts wie Stars und Sternchen oder Politiker, die sich täglich mit Hasstirade auseinandersetzen müssen, sondern jeden Bürger, der mit Verleumdung, Mobbing, Stalkern belästigt wird, kann sich demnächst wehren. Betroffene können eine Strafanzeige bei der Polizei anmelden, auch wenn der Täter anonym im Netz sein Verbrechen betreibt. Die Polizei bzw. der Staatsanwalt ist in der Lage, den Nutzer mit seiner IP Adresse zu ermitteln. Und nachdem man diesen Hass-Hetzer im Internet zurückverfolgt hat, drohen diesem bei

  • Beleidigung entweder eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe
  • Verleumdung bis zu 2 Jahre
  • Volksverhetzung bis zu 5 Jahre

Der Rechtsweg ist nun nicht mehr ausgeschlossen,  und alle Opfer sollten sich trauen und zur Polizei gehen. Denn die meisten haben gegen „hatespeech“ keine Chance ausser einer Anzeige. Eine Politikerin, die rechtsradikale Angriffe erhält, sagte mir, dass sie mit einer sogenannten niveauvollem „Counter Speech“ dagegen hält, um den Rassisten die Stirn zu bieten, aber nicht jeder ist verbal versiert und mental so stark wie ein Politiker, der sich häufiger mit dem braunen Müll auseinandersetzen muss und darin geübt ist. Ignorieren ist im übrigen auch eine erfolgreiche Variante, denn wenn man von Dummen irgendwelche Hassthemen bekommt sei es via social media oder per email ist Ignorieren die beste Antwort.

Das neue Netzwektdurchsetzungsgesetz ist aber zumindest eine rechtliche Plattform, um den geistig Verwirrten legal Paroli zu bieten. Nur gegen Roboter (Algorithmen) kann man sich nicht schützen, wie hier der Artikel von Sebastian Halm für High Tech I Business vom 8.2.2018 schildert, den ich mit Euch teilen will. Und bei allem gilt: wenn Ihr irgendwelche populistischen, propagandamässigen Textnachrichten oder Artikel bekommt mit irgendwelchen angeblichen Fakten, fragt als erstes nach, was die Quelle ist. Das ist nämlich entscheidend. Nazi-Parolen werden in der Regel mit Zahlen hinausposaunt, die keine realen Daten vorweisen.

 

Sexistische Bots, rassistische KI: Wie Vorurteile Algorithmen verfälschen (von Sebastian Halm / High Tech I Business)

Selbst, wenn Algorithmen doch ’nur‘ auf Daten aufbauen, sind sie oft voller Vorurteile – meist spiegeln sie aber nur die Stereotypen ihrer Macher und

Gesellschaften wider.

 

2012 erlangte eine von Google geschaffene künstliche Intelligenz einige Berühmtheit. Ein neuronales Netz – eine Art aus über 1.000 zusammengeschalteten Computern geschaffenes, künstliches Gehirn – hatte angefangen Katzenbilder zu sammeln, ohne dass ihm jemand beigebracht hatte, wie das geht oder befohlen hatte, das zu tun. Mit etwas Einsicht in die Funktionsweise eines neuronalen Netzes war das Phänomen schnell erklärt: Die Algorithmen hatten erkannt, dass alle Bilder etwas gemeinsam hatten: Sie zeigten Objekte, von denen der Supercomputer zwar nicht wusste, dass es Katzen sind, aber er erkannte, dass sie alle dasselbe Lebewesen sind – und legte sie korrekt allesamt in denselben Ordner ab. Es war ein perfektes Beispiel für die zunächst wundersam erscheinenden Leistungen, die künstliche Intelligenz heutzutage vollbringen kann.

Drei Jahre später führte eine künstliche Intelligenz aus dem Hause Google abermals zu einem unvorhergesehenen Ergebnis, das allerdings nicht als heitere Anekdote und Erfolgsgeschichte taugt: Ein ähnlicher Bilderkennungs-Algorithmus hatte irrtümlicherweise zwei Fotos schwarzer Menschen als Gorillas identifiziert und entsprechend kategorisiert. Und die Welt musste sich die Frage stellen: Sind künstliche Intelligenzen am Ende menschlicher als wir es wollen – sind Computer und Algorithmen ebenfalls rassistisch?

HANDLUNGSRELEVANZ

Die Erklärung für den Gorilla-Lapsus war auch schnell gefunden: Es handelte sich um einen sogenannten ‚Bias by Data‘ – eine in den Daten, die dem Algorithmus zugrunde liegen, angesiedelte Voreingenommenheit der Maschine. Man hatte es versäumt, Googles Bildprogramm auch Fotos schwarzer Menschen als Lern- und Entscheidungsgrundlage zu geben. Und so entschied der ausschließlich mit Fotos hellhäutiger Homo Sapiens gefütterte Algorithmus, sobald er über ein vom Muster abweichendes Foto stolperte, es müsse sich um ein anderes Wesen mit schwarzer Epidermis handeln. Also entschied er auf Gorilla.

Damit hat man den Vorfall erklärt, aber das Problem besteht weiter: Ein moralisch-ethisches Phänomen wie Rassismus existiert also auch im moralisch und ethisch scheinbar keimfreien Raum der Algorithmen. Bedeutet: Formeln sind allen Glauben zum Trotz nicht neutral. Man spricht hier vom ‚Biased Algorithm‘ – dem voreingenommenen Algorithmus, der menschliche soziale Vorurteile reproduziert. „Die Objektivität der Algorithmen ist ein Mythos“, sagt Klaas Bollhoefer , Gründer und Geschäftsführer des auf künstliche Intelligenz spezialisierten IT-Dienstleisters Birds On Mars . „Maschinen sind ebenso wenig objektiv wie Menschen. Dass man Entscheidungsprozesse mittels Automatisierung neutral machen kann, ist eine Legende, von der wir weg müssen.“

Was die Folgen voreingenommener Algorithmen für Wirtschaft und Gesellschaft sind
Beispiele dafür, wie menschliche und soziale Vorbehalte die Algorithmen kontaminieren, die bereits heute über all um uns herum Verwendung finden, gibt es zahlreiche.

Die Gefahren dieses Irrglaubens vom unvoreingenommenen Algorithmus sind vielfältig, sie betreffen ganze Gesellschaften und Volkswirtschaften ebenso wie Individuen http://www.ibusiness.de/members/marketing/db/573230sh.html

 

Mieses Karma….

heisst der Bestseller des Autors David Safier, den  alle Lästermäuler mal lesen sollten, damit sie sich mal zügeln mit ihren bösen Zungen. Es gibt Menschen, die sind voller Komplexe und kompensieren das damit, dass sie andere diffamieren, um von ihren eigenen Schwächen abzulenken.  Sie vergessen dabei: „What comes around, goes around“. Das ist die ausgleichende Gerechtigkeit. Ich will ja nicht schadenfroh sein, aber da ist was Wahres dran. Auf kurz oder lang kommt die Strafe auf den Fuss. Ich habe es gerade im ehemaligen Bekanntenkreis aus der Ferne erlebt: Die Eine fiel brutal vom Pferd, die Nächste bekam im wahrsten Sinne des Wortes ihr Fett ab, indem sie derart zunahm, dass ihr Allerwertester nun Sitzfleisch ohne Ende bietet und die Dritte im Bunde der Lästerpartie wird von ihrem Mann betrogen. Das Karma schlägt zurück und holt jeden ein, der meint, andere Menschen zu denunzieren. In meinem weiteren Umfeld gibt es Bekannte, die vor solchen mit Hass erfüllten Menschen den Mund halten, ihren fremdenfeindlichen, populistischen Parolen nicht Paroli bieten, weil sie Angst haben, selbst als „Persona non grata“ denunziert zu werden. Das erinnert an Deutschland vor 70 Jahren, dass diejenigen, die aus Furcht nicht gegen Nazis und den Antisemitismus vorgingen,  sich stumm heraushielten und der barbarischen Vernichtung von 6 Millionen Juden hilflos zusahen. Wehret den Anfängen! Denn zu schweigen ist ein Spiel mit dem Feuer. Solange wir in Freiheit leben, hat jeder das Recht auf eine eigene Meinung und auf Verteidigung von Schwachen und braucht keine Angst vor Populisten und Rechtsradikalen zu haben, deren geistiger Horizont im besten Fall mit der deutschen Staatsgrenze endet!

Ist Erfolg genetisch?

Ich war vor kurzem in Berlin auf einem Symposium, Thema: Frauenquote, der Spagat zwischen Familie und Kind. Es sassen fünf Damen auf dem Podest, drei davon hatten das Erbe des Vaters angetreten und bekamen quasi ab Geburt die Firma in den Schoss gelegt. Konnten sich entspannt in das gemachte Unternehmernest setzen und nebenher auch noch vier Kinder gross ziehen, weil ja die Kindermädchen ihren Job bestens bezahlt verrichteten. Natürlich mussten diese drei Damen aus gutem Hause zumindest einen ordentlichen Abschluss haben, ehe sie dann auf direktem Weg in die Fußstapfen des Vaters eintreten durften. Die Ausbildung, ohne anschliessende berufliche Erfahrung in anderen Unternehmen, war quasi der „Dooropener“, und wenn man dann in der hauseigenen Firma Schwierigkeiten hat, wird man als Tochter sanft aufgefangen. Söhnen ergeht es komischerweise anders, sie müssen sich oft gegen den allmächtigen Vater behaupten lernen und spüren enormen Gegenwind.

Die drei Damen jedenfalls waren meines Erachtens fehl am Platz.  Mich überzeugten hingegen zwei Gründerinnen, die mit wenig Eigenkapital ihr start-up auf den Weg brachten, Investoren gewinnen mussten und nebenbei auch noch Mutter von zwei Kindern wurden. Das ist meines Erachtens repräsentativ, wenn es um Frauen geht, die heute ihren Mann stehen müssen. Das sind für mich die wahren Heldinnen, die nicht qua Herkunft ihre Karriere feiern, sondern aus eigener Kraft Erfolg haben, ohne protegiert zu sein von Papa.

Ich gönne jedem seinen Status, aber mit welcher Chuzpe man sich selbst feiert, wenn man den Erfolg ohne eigenes Zutun geerbt hat, hat mich doch sehr schockiert. Authentisch waren die drei Töchter von den ingesamt fünf Frauen leider nicht. Besonders hat mich die Aussage einer der Damen erschüttert, die allen Teilnehmern des Symposiums empfahl, im Lebenslauf bloss nicht zu erwähnen, dass man Mutter sei. „Das würde die Karrierelaufbahn nicht nach vorne bringen,“, so der O-Ton einer der Unternehmer-Töchter. Das galt natürlich nicht für sie, aber welches Signal setzt man da selbst als Frau in die Welt, was gibt man den jungen, im Raum anwesenden Mädchen für  Tipps auf den Weg mit? Die Kunst ist doch, dass unsere Töchter ohne “ #Metoo “ und dem Negieren ihres Nachwuchses in der Businesswelt reüssieren können. Wenn Männer sich aufmachen und Symposien dieser Art organisieren, sollten sie in der Tat Frauen am Start haben, die authentisch sind und wertvolle Ratschläge geben können und nicht den genetischen Erfolg ihr eigen nennen und kinderfeindliche Attitüden an den Tag legen.

Fakt ist: Frauen müssen nach wie vor einen Gang höher schalten, um zur Vorstandsebene zu gelangen oder gar als Star bei den Musikawards wie z.B. die „Grammy-Verleihung“ Preise einzuheimsen. Sie müssen einfach mehr leisten: Kinder auf die Welt bringen, Karriere machen und auch noch eine gute Ehefrau und Mutter sein und dabei bitteschön auch noch super aussehen. Nicht umsonst schrumpft bei soviel Multitasking und Anforderungen der Abstand der Lebenserwartung zwischen Frau und Mann. Dass das weibliche Geschlecht per se sieben Jahre länger lebt, ist heute nicht mehr so.

Neuerdings nehmen sich auch immer mehr junge Väter im Berufsleben eine Auszeit, das sogannnte „Parenting“, um nicht nur bei der Geburt präsent zu sein. Sie wollen mehr haben vom Kind und der Familie, was sie ehrt. Bei jedem Einstellungsgespräch ist es der „Generation Erbe“ wichtiger, sogenannte Sabbaticals (Sonderurlaube) im Arbeitsvertrag zu implementieren als eine jährliche Gehaltserhöhung. Wenn das so weitergeht, sind die Frauen auch offiziell das starke Geschlecht und werden der Haupternährer der Familie sein. Nur das mit der Gebärmutter beim Mann haut noch nicht ganz so hin, aber das wird bestimmt in naher Zukunft auch durch künstliche Intelligenz erreicht. Und dann ist das Thema Frauenquote ohnehin obsolet! Das erleben wir Frauen ab 40 vielleicht noch!

Das „Gegebene Wort“ und die Nachwehen

Erinnert Ihr Euch noch? Helmut Kohl und die Spendenaffäre? Der Altkanzler hat bis zum letzten Atemzug sein Ehrenwort gehalten und nicht den anonymen, grosszügigen Gönner der CDU namentlich genannt, nahm sogar dafür in Kauf, seinen exzellenten Ruf als „Kanzler der Deutschen Einheit“ aufs Spiel zu setzen. Unser derzeitiger Außenminister, Sigmar Gabriel, hat sich wohl auf das gegebene Wort seines Parteikollegen Martin Schulz verlassen und dieses nun mit Pauken und Trompeten eingefordert. Politiker sind auch nur Menschen, der eine hält sich dran, der andere erst mit öffentlichem Druck. Im Privaten ist das auch so eine Sache. Ich weiss nicht, wie oft mich Freunde ins Vertrauen gezogen haben mit der Bitte um absolute Geheimhaltung, und ich habe mich daran gehalten, weil es um elementar wichtige Dinge ging. Mein Wort zählt. Und wenn ich etwas verspreche, dann halte ich mich daran. Wenn es aber um etwas Belangloses oder Banales geht, ist es nahezu lächerlich, einem das Ehrenwort abzunehmen. Dann bin ich auch nicht bereit, es zu geben.

Es gibt tatsächlich Frauen, die unter fadenscheinigen Gründen nicht erzählen wollen, wo sie gerade welches Designer Kleidungsstück günstig gekauft haben oder zu welcher Kosmetikerin sie gehen, weil sie das im Vertrauen von einer Freundin empfohlen bekommen haben und es nicht weitersagen dürfen. Das ist, mit Verlaub, Kindergartenniveau. Wenn ich Freunden etwas Gutes tun kann, dann helfe ich, wo ich kann.

Was ist also das gegebene Wort? Ein Versprechen bis ins Grab einhalten, egal wie albern es auch ist?

Ich habe meiner Mutter, die viel zu früh verstarb, versprochen, loyal zu sein und meinen Mitmenschen mit Respekt zu begegnen und wenn es darauf ankommt, meinen Mund zu halten. Und daran halte ich mich. Das Ehrenwort hält man unter der Prämisse, dass keiner zu Schaden kommen darf. Oder dass man Dinge, die man verlässlich zugesagt hat, so lebenswichtig sind, dass man sich daran hält.  Sigmar Gabriel wäre zu Schaden gekommen, denn wenn es tatsächlich zu einer erneuten „Groko“ kommt, sind die Diäten eines Ministerpostens höher als die eines herkömmlichen Abgeordneten. Abgesehen von der Wichtigkeit des Amtes, das man inne hat mitsamt dem Ruhm und dem Ansehen.

Bundeskanzler Helmut Kohl wollte nicht Ross und Reiter nennen, damit hat er zwar sich und seiner Partei massgeblich geschadet, aber die CDU ist deswegen nicht in der Gunst der Wähler abgefallen, und Helmut Kohl hat trotz der Hetzkampagne gegen seine Person noch sehr lange gelebt. Am Ende muss jeder selbst abwägen, was für ihn ethisch und moralisch vertretbar ist, solange man immer bei der Wahrheit bleibt, wenn man den Mund aufmacht.Und so wie Ämter, sind oft auch Freundschaften sowie Ehen auf Zeiten begrenzt, die es mit dem „Gegebenen Wort“ nicht zu Ernst nehmen!

Zivilcourage will erzogen sein

In diesen Wochen haben wir Deutschen eigentlich allen Grund zum Feiern. Die einstige Mauer ist genauso lang gefallen wie sie stand. Ein Grund für mich, um Revue passieren zu lassen. Ich stand als ehemaliger Wessi und Tourist aus dem Schwarzwald,  im Sommer 1989, vor der Berliner Mauer und konnte es als junger Mensch nicht begreifen, das man in der geteilten Stadt überhaupt leben konnte. Als die Mauer fiel, zog ich recht bald danach nach Berlin und liebe diese Stadt allerdings erst seit dem Zuzug der Regierung im Jahr 2002. Sie ist seither liberal, die einzige wahre Grossstadt im Lande und somit ist sie weltoffen. Sie hat nichts von Kleinkariertheit, Enge und Ängsten. Sie ist immer im Werden, niemals im Sein. Es wird in ihr nie langweilig! Nicht umsonst steigt die Zahl der Einwohner, die kommen, um zu bleiben. Egal woher man stammt, in Berlin ist man erstmal Mensch. Und die meisten haben Zivilcourage. Diese Eigenschaft ist gerade bei den Westdeutschen stark ausgeprägt, Jahrelang wurde uns in den Schulen gepredigt, wie Faschismus und Kommunismus die Freiheit des Einzelnen nehmen, das man für sein Recht aufstehen muss und sein eigenes Denken im demokratischen Sinne in die Welt hinaustragen soll.

Ich gehöre zu der Generation, die mit Gastarbeiterkindern in die Schule ging, die italienische, jugoslawische, türkische und deutsche Freunde hatte und keinen Unterschied sah, ausser dass es in den diversen Küchen bei den Schulfreunden anders nach Gewürzen roch als bei meiner Mutter oder Oma zuhause. Eine herrliche Vielfalt, die mich durch meine Kindheit getragen hat und mich zu dem weltoffenen Bürger gemacht hat, der ich heute bin. Deswegen passe ich auch zu Berlin. Nichtsdesotorz treffe ich selbst in der .liberalsten Stadt Deutschlands hie und da noch auf Menschen, die in der DDR sozialisiert wurden und die die Mauer noch im Herzen und auf der Zunge tragen. Es sind all jene, die nicht abgeholt wurden von uns, die selbst nicht integriert sind in dem neuen, vereinten Deutschland, die fremdenfeindliche Züge annehmen. Ehrlich gesagt, habe ich – nach langem Hadern mit mir selbst-  für all jene eine gute Entschuldigung gefunden. In der ehemaligen DDR gab es zwar auch Ausländer aus kommunistischen Ländern wie Vietnam, Angola, Kuba, Mosambique, aber diese Menschen kamen als Arbeiter, wurden homogen in Arbeitslager gehalten und wohnten in eigens für sie geschaffenen Wohnheimen, heisst: sie waren kaum gesehen im normalen DDR Leben. Sie waren nicht integriert. Die DDR Bürger kamen nicht in Berührung mit ihnen, wie wir mit den Gastarbeitern in Deutschland, die bereits ab Mitte der Fünfziger Jahre mit für den Aufschwung in der BDR sorgten. Die Westdeutschen haben den Gastarbeitern und deren Tätigkeit mit den Wohlstand zu verdanken, die Ostdeutschen hatten bis zum 8.November 1989 keinen Wohlstand und schon gar keine Zivilcourage.

Aber genau diese Gabe ist der Schlüssel für ein besseres Miteinander. Wenn wir unseren Kindern und Enkelkindern auf den Weg geben, das neben einer gesunden Portion Patriotismus in homäopathischen Gaben, auch Zivilcourage und Weltoffenheit die Menschen verbindet – fernab ihrer Herkunft. Das kann man erziehen. Dafür braucht man, neben dem Elternhaus, auch Vorbilder, wie beispielsweise Peter Fischer, der Präsident des Fussballvereins „Eintracht Frankfurt“. Er hat in seinem Stadion an die Fans seines Vereins appelliert, die Ausgrenzer auszugrenzen. Wer gegen Ausländer ist, hat keinen Platz im Frankfurter Stadion. Herr Fischer hat aus der Geschichte gelernt, ist konsequent und hat Zivilcourage beweisen. Ich wünschte, dass so manch anderer aufsteht und sich, auch medial, einsetzt gegen Rassismus in diesem vereinten Deutschland. Der moralische Kompass fehlt noch bei vielen Ostdeutschen, auch wenn die Mauer schon genauso lange nicht mehr existiert wie sie stand! In den Köpfen scheint sie noch einzementiert zu sein, das jedenfalls ist die Bilanz von 1989 bis heute.

Neuwahlen in Deutschland und was das kostet

Das ganze Leben ist ein Kompromiss. Ob im Job oder im Privaten. Es gibt keine Idealvorstellung, das man ohne aufeinander zuzugehen, durchs Leben schreiten kann. Dies gilt auch für Politiker mit ihrem vielseits missbrauchten Wort des „Wählerwillens“. In Spanien hat die Regierung ein halbes Jahr keinen Regierungschef gehabt, das ging anfangs erstaunlich gut – zu unserem Erstaunen in Europa. Was aber danach kam mit dem Abspaltungsszenario von Katalonien, war eben hausgemacht und der Situation der vorangegangenen schwebenden politischen Lage im Land zuzuschreiben. Plötzlich autonom als Lösung des Problems.

Deutschland mit der geschäftsführenden Bundeskanzlerin hat keine Krise, aber das Gescharre der Parteien ist schadhaft fürs Land. Die abwartende Situation kann lähmen, am Ende auch die Wirtschaft. Und was das kostet…. Nicht nur an Kraft, was die Politiker mehr für das Führen des Landes einsetzen sollten als in nimmer endenden Sondierungsgesprächen zu „Jamaica“ oder neuerdings zu „Groko“. Letzteres war so schlimm nicht für Deutschland, der führenden Nation in Europa!

Neuwahlen zu Ostern 2018 würden über 92 Millionen Euro kosten und abgesehen von diesem Geld würden die Parteien wieder viel Zeit für Kampagnen benötigen, sich als Dressman auf Plakaten narzisstisch in Szene setzen, Naziparolen im Netz verbreiten und eben nicht dem Land dienen. Und all das Ganze, um am Ende wieder vor dem selben Wahlergebnis zu stehen wie am 21.9.2017. Denn viel mehr würde sich nicht ändern in der Gunst des deutschen Wählers. Bleibt nur zu hoffen, dass sich alle beteiligten Akteure ihrer Pflicht bewusst sind, das Land im Wählerauftrag Konsens trächtig zu führen. Und den Jahrmarkt der Eitelkeiten und die persönlichen Befindlichkeiten  (beispielsweise die beleidigte SPD mit ihrem Nein zur „Groko“ am 21.9.2017) „ad acta“ zu legen.  Nicht dass wir am Ende Abspaltungsthemen wie in Spanien mit den Katalanen oder in Italien mit der Lombardei auch hierzulande mit den Bayern als Konsequenz vorfinden müssen…. Und das wäre noch nicht mal das schlimmste Übel!

Amphetamine und ihre Spätfolgen

ADHS ist mittlerweile eine Kinder Volkskrankheit geworden. Als meine Kinder schon vor 10 Jahren in den Kindergarten gingen, klagten die Aufseherinnen, dass es Kinder gäbe, die Aufmerksamkeitsstörungen bis hin zu Aggressionen hätten, die die Erzieherinnen nicht mehr in den Griff bekämen.

Kinderärzte verschreiben deswegen bis heute „Ritalin“(Methhylphenidat=MPH), damit sich das Aufmerksamkeitsdefizit der Heranwachsenden minimieren  lässt. Auch verträumte Kinder bekommen das Mittel verabreicht. Leider sehen die Mediziner nicht die Nebenwirkungen, denn Ritalin, das zu der Gruppe der Amphetamine gehört, fördert die Suchtgefahr und führt zu Depressionen. Viele Eltern geben das Betäubungsmittel auch Jugendlichen, damit sie ihre Prüfungsängste überwinden, nicht wissend, dass sie ihre Kinder so in die Abhängigkeit treiben. Und wer schon im Kindesalter  Stimulanzien dieser Art bekam, hat auch weniger Berührungsängste mit Drogen. Wenn Dein Kind also nervös ist, und der Kinderarzt sorglos Ritalin verschreibt, solltet Ihr den Arzt wechseln und dem Kind alternativ Yoga und Spaziergänge verordnen, Johanniskrauttee servieren und einen Heilpraktiker aufsuchen. Ich habe innerhalb der erweiterten Familie einen Grosscousin meiner Kinder, der ein Leben lang Ritalin bekommen hat und bis heute mit 25 Jahren sein Leben nicht in den griff bekommt. Die Eltern hatten lange dem Arzt vertraut und ihr Kind damit ins Unglück gestürzt.

Meine Tochter war auch eine Zeitlang sehr“hibbelig“. Ich war mit ihr beim Heilpraktiker und bei der Physiotherapie, am Ende kam heraus, dass sie auf einer Wasserader schlief. Seit wir Kupferdrähte zum Ausleiten der Wasseradern im haus installiert haben, schläft sie durch und steht morgens einfach auf, ist nicht mehr nervös und schreibt nur noch Bestnoten. Ist voll konzentriert. Auch das solltet Ihr prüfen mittels sogenannter Baubiologen, die Euer Zuhause auf Verwerfungen (Wasseradern, Erdstrahlen) überprüfen.

 

Auf Trumps Trampelpfaden

Dieser Donald Trump in Amerika hat mit seinem „America First“ nicht nur grossen Schaden in seinem eigenen Land verursacht, sondern hat mit seinen populistisch nationalistischen Äusserungen auch Europa entzweit. Der älteste Kontinent droht in seinen Grundsätzen der vereinten Miteinanders auseinander zu brechen. Patriotismus wird plötzlich so gross geschrieben, dass man sich fragt, wie wir überhaupt eine gemeinsame Währung seit 2002 haben konnten. Aber nicht nur, dass ehemals kommunistische Länder wie Polen, Ungarn und die Tschechei in die braune Ecke abdriften mit ihren neuen Ministerpräsidenten, sondern auch Länder wie Österreich einen Rechtsdruck vollziehen. Damit nicht genug, die national internen Separatistenbewegungen beginnend mit dem „Brexit“ halten nun in Spanien (Abspaltung Kataloniens) und Italien (Autonomie der Lombardei) Einzug. Sie sind alle gegen das Establishment, wählen aber am Ende führende Politiker, die korrupt sind oder Milliarden auf ihren Konten haben (u.a. Andrej Babis in der Tschechischen Republik, Trump in USA).

Vor allen Dingen die ländlichen Regionen, die sich abgehängt fühlen, sind extrem national und votieren für Autonomie nicht wissend, was sie tun. Im Fall Englands sieht man, dass die meisten, die für den „Brexit“ gestimmt haben, heute erst realisieren, was das für sie bedeutet: Zölle, kein Freihandel, keine Eu-Fördergelder, kein Recht auf freien Wohnsitz in einem EU-Land etc. Böse Zungen sagen, dass die konservative Premierministerin Theresa May den Ausstieg so lange verzögern wird, bis neue Parlamentswahlen (2022) anstehen, die dann mit dem Sieg der Liberalen den „Brexit“ aufheben werden.

Man kann für uns Deutsche nur hoffen, dass Bayern nicht „morgen“ als Freistaat seine Autonomie erklärt, und wir vor ähnlichen Problemen wie Spanien oder Italien stehen. Aber Seehofer ist ja noch kein Trump und kein Orban. Das „mir san mir“ mitsamt der blau-weiss Kleinkariertheit wird sicher in den  schwarz, grün und gelben „Jamaica“- Farben politisch gut verdünnt, so dass Deutschland ein homogenes, weltoffenes und liberales Land bleibt. Ich möchte nach wie vor in keinem anderen Land auf der Welt leben und liebe übrigens die Insel „Jamaica“….