Verteidigung will gelernt sein

Wer Mädchen zuhause hat, weiss, wovon ich rede: Sie gehen aus, in die Clubs und Bars. Wenn nicht jetzt, wann dann. Recht haben sie. Spass sollen sie haben. Die Sorgen der Eltern werden mit zunehmendem Alter aber nicht kleiner. Kann sich die Tochter bei einem Angriff eines Mannes in U- und S- Bahnen, auf Parties, auf der Strasse wehren?
Meine Tochter hat einen Selbstverteidigungskurs in der Schule gemacht, hat einen Boxsack zuhause und ist selbstbewusst. Der aufrechte Gang mit klarem Blick ist die halbe Miete. Wichtig ist, dass Mädchen in gefährlichen Situationen nicht sagen:
„Fass mich nicht an!“, sondern mit tief gelegter Stimme resolut ein „Stop“ sagen. Je dominanter sie das sagen, um so mehr werden sie wahrgenommen, und ihr aufsteigendes retikuläres aktivierendes Systems, kurz ARAS genannt, steigt. Hierbei handelt es sich um ein Netzwerk von Nervenzellen, die miteinander verbunden sind. Bei Aktivierung des ARAS durch einen Notfall erhöht sich auch die Aktivierung des sympathischen Nervensystems, so dass sich der Adrenalinspiegel über die normalen 15-25 % anhebt, was lebensrettend sein kann. Denn wie beim Autofahren ist man dann wachsam und kann der Gefahr selbstbewusst nicht nur mit dem  lauten „Stop“, sondern auch im zweiten Schritt mit körperlicher Gegenwehr wie frontal ins Gesicht schlagen und und den Kopf nach hinten drücken oder in die Eingeweide treten, reagieren.
Pfefferspray, welches offiziell gegen beissende Hunde in Deutschland im Handel erlaubt ist, sollte die Tochter auch dabei haben, allerdings wird dieses in den Clubs und auf Konzerten bei Taschenkontrollen konfisziert. Drogen, Medikamente und Alkohol können die Anspannung reduzieren, was dem sogenannten Parasympathicus entspricht. Aber dieser ist eben nicht hilfreich, wenn man als Mädchen die Nacht zum Tag macht und gegen Böses gewappnet sein muss.

 

Schmieren bis der Arzt kommt

Schuld bin ich. Ich habe in jeder Hand- und Jackentasche und im Auto einen Lippenpflegestift. Meine Mädels ahmen mir nach und klagen über trockene Lippen. Während ich die Generation „Labello“ gelebt habe, neige ich heute im reifen Alter dazu, alle anderen Produkte im Vorbeigehen in den Drogerie- und Bioläden sowie Apotheken zu kaufen, Hauptsache, man schmiert. Gerade in der Kälte sind die Lippen spröde. Dabei achtete ich bis vor kurzem nicht darauf, was diese Riesenauswahl an Lippenpflegelestiften so enthalten. Meistens sind die Ingredienzen auch so kleingedruckt, dass man schon eine Lupe dabei haben muss, um zu erkennen, ob die Substanzen schädlich sind oder nicht, Die Stiftung Warentest hat mir die Arbeit erleichtert und warnt vor Substanzen (u.a. Mineralölbestandteile) wie:

  • Moah (Mineral oil aromatic hydrocarbons, aromatische Mineralöl-Kohlenwassewrstoff) enthält erbgutverändernde und krebserregende Stoffe
  • Mosh gesättigte Mineralöl-Kohlenwasserstoff) kann auch mit der Nahrung zum Teil aufgenommen werden und sich im Körper anreichern
  • Posh (Polymer oligomeric saturated hydrocarbons) sind synthetische Kohlenwasserstoffe, die dem Mosh sehr ähnlich sind.
  • Dimethicone (Silikon), das an der Oberfläche wasserabweisend ist, was bei fehlender Feuchtigkeit auch zu aufquellenden Lippen führen kann. Bei einer Dosis zw. 0,005 und 30 % gilt es als nicht krebserregend, das ergaben die Tests an Mäusen. Ich verzichte lieber ganz darauf auch als Brustfüller!

Daraufhin habe ich meine Armada an Lippenpflegestiften unter die Lupe genommen und habe nur noch folgende für gut befunden, die frei sind von

  • Parabenen
  • Mineralölen
  • Silikonen
  • Propylene  Glycol (aus Mineralöl entstanden, Weichmacher, kommt u.a. in Bremsflüssigkeit und Frostschutzmitteln vor!)
  • Enthalonamine (auch Trieenthalonamie, TEA, Nirtilio-2, 2N, Aminoethanol, Tricolamin, Trolamin genannt ) können in Verbindung mit synthetischen Konservierungsstoffen krebserregend sein.
  • Aluminium und Oxybenzone (auch Benzophenone-3 genannt, chemischer UV Schutz mit vielen Nebenwirkungen)
KAUFEN: Blind kann man alle Produkte erwerben aus den Bioläden und solche, die nur Shea- und oder Kokosöl enthalten, aus purem Bienenwachs (“ Burt’s Bees) hergestellt wurden und den Schriftzug BIO (wie z.B. lavera, Valverde, Primavera) auf ihrem Etikett haben dürfen. Lippenstifte der Firma „Ritual“ und „L’occitane“ sowie ‚Haut- und Kindercreme von Kaufmann“ sind sehr  zu empfehlen, da sie allesamt keine Konservierungsstoffe enthalten.
MEIDEN: Marken wie „Bebe“ von Johnson & Johnson, „Bela“, der Eigenmarke von dm Markt,  „Labello“ oder „BListex“ halten es  gar nicht für nötig, die enthaltenen Substanzen zu deklarieren. Der Kunde kauft das Produkt, weil das Marketing gerade passt oder irgendein  Instagram Influencer das propagiert. Zu dumm, das man da blind folgt. Also FINGER WEG!
APOTHEKE: Nur weil man Lippenpflegestifte zu überhöhten Preisen in der Apotheke kaufen kann, heisst noch lange nicht, dass La Roche passt oder Vichy automatisch gut sind, meine Lippen trocknen sie enorm aus.
MIT SONNENSCHUTZ: Da gilt das Augenmerk genauso darauf, denn wenn bei Sonnenpflegestiften beispielsweise Oxybenzone enthalten sind, kann Deine Lippen einen massiven Sonnenbrand bekommen. Schaut genau auf das Kleingedruckte, ehe ihr Sonnenschutzprodukte erwerbt.
Und wenn wir schon bei Kosmetika sind: Wimperntusche, Lidschatten, Puder, Make-up, Cremetiegel, Haarschampoo, Haarspray und Haarspülung sowie Gel, Deos  und Hand- und Fusscremes sind genauso mit negativen Substanzen behaftet wie die Pflegestifte. Also, schaut genau hin, ehe Ihr Euren Warenkorb bei „Douglas, Müller, dm, Rossmann & Co“ füllt.

Vorteile der Frauen in der Digitalen Revolution…

Meine ältere Tochter steht kurz vor dem IB, dem Intenational Baccalaureate. Ein weltweit anerkannter Abschluss der Hochschulreife. Damit stehen ihr Tür und Tor offen, überall auf dieser Erde zu studieren. Nur was? Ihre Fähigkeiten sind vielfältig und ihre Interessen ebenso. Viele ihrer Mitschüler legen ein sogenanntes GAP Year ein, um sich zu orientieren, wohin die akademische Reise sie führen soll.
Die Zukunftsweisende Digitalbranche ist leider noch zu oft von Männern besetzt, da sie schon in der Schule stereotypisch in die sogenannten MINT Fächern, die da sind Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik konditioniert werden. Lehrer setzen oft voraus, dass hier die männliche Begabung überwiegt. Mädchen, die beispielsweise es zwar schaffen Algorithmische Formel anzuwenden, können kein richtiges mathematisches Verständnis entwickeln, denn Formel anwenden bedeutet noch lange kein Wissen aneignen.
Jungs haben per Geschlecht nicht automatisch ein besseres Verständnis für Mathematik und Naturwissenschaft. Mittlerweile ist die Zahl der Mädchen, die MINT Fächer an der Hochschule studieren, um ein Drittel gestiegen, dies reicht aber noch nicht aus, um den Anforderungen der Digitalen Revolution gerecht zu werden. Die Stärken der Frauen wie Teamfähigkeit, Spontanität, Intuition, Empathie und Kommunikation sind in der „kulturellen Revolution “ auch durchaus Qualitäten, die fernab jeglichem hierachischem Denken,  jedem Unternehmen gut tun. Wenn diese weiblichen Geschlechter auch noch ihre Digitalkompetenz einsetzen und sich nicht vor Macht scheuen, kann die Frauenquote – ohne Zwang der Politik – alleine durch die Nachfrage der Industrie automatisch implementiert werden. Wir Eltern von Töchtern können motivieren, das Klischee MINT Fächer seien eher das Terrain der Jungs zu beenden, indem man seine Tochter in Naturwissenschaft und Mathematik fördert, und wenn man selbst die Fähigkeit nicht hat,  eine früh beginnende Nachhilfe (von Studenten und Studentinnen) zu organisieren oder das Kind  zu animieren, mit Mitschülern  gemeinsam zu lernen, die in Mathe & Co stark sind. Rechnen ist schliesslich keine Männerdomäne! Die Schule müssen Mädchen in den Bereichen mehr fördern, damit die Zahl derer, die später reif sind für die Digitalwelt, sich nicht auf die Männerwelt beschränkt. Denn – wie gesagt – ist emotionale Intelligenz für jedes Unternehmen genauso wichtig, und wenn Frauen es schaffen, die rationale Intelligenz auch zu verstärken, dann braucht Deutschland  kein Ministerium für Einsamkeit. Dieses Amt gibt es tatsächlich neuerdings in England, weil viele Menschen allein schon durch die Transformation der kulturellen Revolution den Rückzug aus der realen Welt einschlagen und vereinsamen. Wenn mehr Frauen sich digitale Kompetenz zu eigen machen gepaart mit weiblichen Stärken der Empathie, brauchen wir kein Amt für Einsamkeit. Meine Tochter hat zumindest als Prüfungsfach in ihrer Hochschulreife das Fach Mathematik und Biologie belegt, da besteht zumindest Hoffnung, dass sie sich auf die Herausforderungen in der Berufswelt vorbereitet hat.

Sex ist kein Leistungswettbewerb

Wer Kinder Zuhause hat, kennt das Thema: mit Eltern über Sex reden ist unangenehm. Die Schule alleine schafft die Aufklärung nicht und ehe sich der Sohn auf Pornoseiten verirrt und dabei zu keiner hilfreichen Aufklärung erlangt, sollten Väter mit ihren Söhnen diese Diskussion anfangen und bei Töchtern idealerweise die Mütter. Gleichgeschlechtliche Ratschläge haben zumindest den Faktor der Peinlichkeit nicht. Sagt dem Sohn, dass das Gliedmass bei jedem unterschiedlich sein kann zwischen 7 bis 10 cm im nicht erigierten Zustand, hinzu kommen 5 cm bei der Erektion, je nach Ausgangsgrösse, hinzu. Jungs messen sich gerne daran – Muskelspiele in jüngeren Jahren sind der Vorreiter. Was beim Jungen der Penis, ist beim Mädchen die Brust, nur mit dem grossem Unterschied, dass man die Grösse des Gliedes nicht mittelbar zur Schau stellen kann. Die weibliche Messlatte ist dank der unendlichen, kostenlosen postings auf den social media Kanälen junger Mädchen extrem hoch, zumal die Oberweite gerne dort zur Schau gestellt wird. Nimmt Euren Töchtern die Wahnvorstellungen, dass nur ein grosser Brustumfang anziehend ist. Wenn Jungs darauf schielen und dumme Sprüche machen ob der fehlenden Fülle, kann man sie über die Schwerkraft aufklären, denn was schwer wiegt, hängt schnell. Und die Diskussion über Fussballbrüste dank Silikonkissen ist sicherlich auch anregend. Schlagfertig sollten Mädchen auch sein, wenn es darum geht, dass Jungs despektierlich von ihren einschlägigen „Einloch“-Abenteuern berichten. Solche Prahler haben in der Regel nichts in der Hose, kann man seiner Tochter mit auf den Weg geben und ihnen auch klar machen, dass es keine Altersangabe als Mass für „das erste Mal“ geben muss. Keiner muss in Zugzwang geraten, nur um mitreden zu können. Genauso wenig geht es beim Sex um ein Leistungswettbewerb: schneller, grösser, weiter gilt da nicht. Und da wir keine Roboter sind, „menschelt“ es durchaus, auch mal keine Erektion zu haben, was vorlauter Aufregung, gerade in den Anfängen, passieren kann.
Da Eltern nicht zu früh zu Oma und Opa mutieren wollen, sollten Eltern von Jungs ab dem 14. Lebensjahr ihrem Sohn zum Geburtstag einen Eimer voller Kondome schenken, und Mädchen sollten sich zumindest eine App herunterladen, um ihren Eisprung jeden Monat festzustellen sowie das Bewusstsein entwickeln, dass Kondome vor Genitalherpes und Aids etc schützen. Die Pille sowie Kondome sollte man als Teenie in der Schublade griffbereit haben, wenn das „Date“ ernster wird. Ein Besuch bei einer Frauenärztin ist sicher ab 14 Jahren schon sinnvoll oder früher, je nachdem, wann die Menstruation anfängt. Auch wenn das Gespräch mit zunehmendem Alter, besonders in der Pubertät, schwierig wird, müssen Eltern die soziale Kompetenz aufbringen und Verständnis zeigen, wenn das Kind nicht über das komplette Sex-Thema wie Selbstbefriedigung, Pornografie und  Hygiene mit den Eltern diskutieren will. Gewisse Themen hat man früher in der „Bravo“ gelesen, dafür gibt es heute Suchmaschinen und Filme auf Netflix & Co oder Bücher, die man dem Pubertier auf das Nachtkästchen legen kann. Man muss ansonsten das richtige Gespür entwickeln, was für sein Kind individuell der richtige passende Moment ist, peinliche Themen zu diskutieren….

 

Woher kommst Du eigentlich?

Einen Stammbaum haben die wenigsten. Meine Mutter hat mir mal zu meinem 18. Geburtstag einen geschenkt, der ging bis in die Generation ihrer Urgrosseltern. Da sie halbe Französin und halbe Deutsche war, konnte ich auf der mütterlichen Seite nachvollziehen, dass meine Urgrossmutter Italienerin war, was mich sehr freute. Der Stammbaum meines Vater, der Türke war, ist auch Multikulti. Unter anderem mongolisches Blut floss durch seine Adern, was mich dazu beflügelt, China und die Mongolei auf meine Reisewunschliste zu stellen.

Wer keine Eltern hat,  die sich die Mühe mit der Ahnenforschung gaben, der kann z.B. bei „Myheritage,de“ seine ethnische Herkunft eruieren. mit 69 Euro Einsatz, weiss man, welche Völker mitgemischt haben bei Deiner persönlichen DNA. Ich habe viele Freunde in Amerika und Europa, die mit grossen Augen auf ihren Stammbaum blicken und feststellen, dass sie im Grunde alles Mischlinge sind. Diese ethnischen Erkenntnisse können nicht nur die Familie bereichern, weil man plötzlich so viele Verwandte auf der Welt findet, sondern können auch solche Spezies überraschen, die meinen arisch zu sein und protektionistisch sich von der Vielfalt der Nationen abschotten wollen.

Rechtsradikale wie „Reichsbürger“, „Pegida Anhänger“, „Zukunft Heimat“ Propagandisten, „AfD“ –  Wähler  sollten diesen DNA Test dringend machen, und wenn sie dann feststellen, dass sie tatsächlich reinrassig sind und vom Aussterben bedroht sind, dann sollten in Cottbus, Dresden und in anderen deutschen Nazilastigen Städten, Provinzen und Dörfern  sich schützen und eine neue Mauer bauen, die sie abschottet von der realen Welt der Vielfalt, der Chancen und der Offenheit. Wetten, dass die grössten Rechtspopulisten sich genau davor scheuen, zu recherchieren, woher sie kommen? Ein ideales Geschenk für Fremdenfeindliche, denen man durch die Blume mal einen zum Nachdenken mitgeben kann. Denn leider trauen sich wenige, gegen Rassisten den Mund aufzumachen, weil sie Angst davor haben, von ihnen verunglimpft zu werden. Und Angst ist ein schlechter Berater. Macht den Mund auf und schenkt den Rechtsgesinnten einen DNA Test!

Seid Ihr auch so sauer?

Damit meine ich übersäuert? Sauer seid Ihr bestimmt auch auf ein paar Entartete, ein paar dumme Lästermäuler und mega Frustrierte, aber die haken wir ja in 2018 ab mit unserem Ho´oponopono Ritual, das ich Euch in meinem ersten Beitrag dieses Jahr kredenzt habe.

Jetzt geht es ans Eingemachte, unseren Körper. Meine treuen Abonnentinnen kennen ja bereits meinen Tipp mit dem Bad in Natron, heute habe ich zwei weitere Empfehlungen.

  1. Salzsocken, ja Ihr habt richtig gelesen: 1 l heisses Wasser mit 140 g Salz einlösen, darin die Baumwollsocken eine halbe Stunde tränken und auswringen, Socken warm anziehen, darüber ein zweites Paar Socken stülpen. Ins Bett damit, unter Eure Füsse: Molton und trockene Baumwolltücher drapieren, damit die Matratze nicht einnässt und die Salzsocken über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Tag ist Euer Körper entsäuert.
  2. Wer zuhause eine Sauna hat, der kann vor dem Gang sich duschen und abtrocknen, aber dabei noch eine Restfeuchte behalten, dann mit Natron einschmieren. Mit der weissen Haut und einem weissen Handtuch ab in die Sauna, zwei Gänge machen und danach schaut Euch Euer weisses Handtuch an, es wird schwarz, falls Ihr übersäuert sein.  Ihr könnt es ja auch in einer öffentlichen Sauna versuchen, mehr als grosse Augen von dem anderen Schwitzenden werdet Ihr da nicht ernten. Man muss also keine Tabletten schlucken, um seinen Säure-Basen-Haushalt wieder ins Lot zu bringen. Das sind die alten Rezepte meiner badischen Oma Klara, die mit mir als Kind soviel Kuchen gebacken hat, um mich dann völlig überzuckert, wieder zu reinigen.

Die Sache mit dem Namen…

Ich bekomme viele Emails von meinen treuen Leserinnen, die nun nicht wissen, wie sie  mich nach meiner Hochzeit ansprechen sollen. Also, nachdem ich noch schulpflichtige Kinder habe, behalte ich meinen bürgerlichen Namen „Nussbaum“, damit die Lehrer  nicht konfuser werden, als sie es ohnehin schon sind, da ich ja auch „Janine White“ als Künstlernamen trage.

Ich hätte nach unserer Hochzeit auch einen Doppelnamen annehmen können, aber das klingt in meinem Fall echt albern. Und hätte ich mich dennoch für „Rüter-Nussbaum“ oder „Nussbaum-Rüter“ entschieden, so hätte dieser Name irreversibel für immer bleiben müssen. In meinem Fall, also der Beibehaltung meines Namens „Nussbaums“, kann ich mich jederzeit während meiner Ehe umentscheiden und den Namen meines Mannes annehmen, was ich tuen werde, sobald meine Kinder über 18 Jahre alt sind.

Was meinen Künstlernamen „Janine White“ angeht, der auch bei mir im Pass so steht: den kann ich nicht verändern. Heisst, den behalte ich auch ein Leben lang, da ich weit über 100 Lieder als Textdichterin geschrieben habe und bei der „Gema“ als ordentliches  Mitglied Lizenzen erhalte und als Autorin eines Buches entsprechend Tantiemen genau unter diesem Namen bekomme. Ich habe ihn also nicht durch meine erste Ehe automatisch bekommen, sondern habe unter diesem Namen als Künstlerin gearbeitet, was ich bis heute noch als Moderatorin und Bloggerin tue. Alles klar?  Ich bin also die Frau mit den zwei Identitäten (kommt jetzt das „Lageso“ auf mich zu?) und höre auf beide Namen: Nussbaum und White und trage den Namen meines zweiten Mannes, den ich sehr liebe, tief in meinem Herzen!

Der letzte Schrei für coole Hunde und ihre Besitzer

Ich bin seit fast vier Jahren stolze Hundebesitzern eines „Goldendoodle“. Eine gelungene, gewollte Mischung aus Golden Retriever und  Königspudel. Und nachdem Frauen, die neidisch auf meine Haarpracht sind und leider wohlgemerkt selbst nur ein paar Fäden auf dem Haupt tragen, über meinen Schopf als Pudel ablästern, habe ich mir folgendes überlegt: Die bösen Zungen, die den Neid der Besitzlosen darstellen, haben ja eigentlich recht: Ich habe in der Tat dieselben Locken wie mein Hund und bin wie er ein glücklicher Mischling. Nicht arisch und weltoffen. Mein Hund ist einer der friedlichsten Hunde der Welt, Nur wenn ihm einer dumm kommt, zeigt er Zähne. Ich auch! An uns beiden ist alles echt, kein fake, keine Extensions und keine Strähnchen. Mein Hund ist  echt blond, was aber das Einzige ist, was uns unterscheidet. Er hat auch noch einen Tag vor mir Geburtstag! Man sucht sich halt intuitiv den Hund aus, der zu einem passt.

Nachdem sich Hundebesitzer bekanntlich mit den Jahren an ihre Vierbeiner optisch annähern, habe ich mir eben präventiv gleich diesen nicht arisch reinrassigen Hund ausgesucht, der mir sehr ähnelt. Da ich mich aber nicht wie Millionen anderer Damen hierzulande blond färben lassen will, muss ich  vor dem Hintergrund der gewollten, weitgehenden Deckungsgleichheit sicher stellen, dass mein Hund mit mir modisch gleichzieht.

Was man so in den Tierläden bekommt, ist nicht das, was zu meinem coolen Vierbeiner passt. Wer, wie ich,  etwas Extravagantes, also keinen Einheitslook sucht, der klickt für ein neues Halsband oder eine neue Leine für seinen besten Freund auf  Ibiza lässt grüssen, die Firma ist  zwar aus Holland, hat aber den Hippie-Chic  und die ultimativen Looks für den coolen Hund. Bestellt noch heute bei „Dogwithamission“, und holt Euch Farbe ins derzeitige graue Deutschland. Lasst uns anders sein als der langweilige Einheitsbrei! Diversität fängt beim Hund schon an.

Wenn aus Teenager SCREENAGER werden

6,5 Stunden am Tag verbringen pubertierende Jugendliche vor den Devices. 11,5 Stunden spielen Jungs in der Woche Videogames. Die Zeiten, in denen sie mit dem Computer Hausaufgaben machen oder in der Schule damit arbeiten, sind hier nicht inbegriffen, Die Videospiele-Industrie ist mittlerweile grösser als Hollywood. Besonders männliche Kinder sind süchtig nach  „Games“, sie katapultieren sie in die virtuelle Welt, aus der sie nicht mehr herauskommen wollen, weil ihnen darin alles so spielend leicht gelingt. Die Weltgesundheitsorganisation denkt bereits ernsthaft darüber nach,  „Gaming disorder“ als eine Krankheit ist ihre Liste aufzunehmen.

Wir sind in der digitalen Welt und müssen nun zusehen, wie wir damit fertig werden und wie unser Nachwuchs damit gross wird. Die Verantwortung liegt hierbei nicht nur bei den Schulen, sondern auch an uns Eltern. Vielleicht sollte man einfach in einen herkömmlichen Wecker investieren, damit das Kind normal aufwacht, ohne schon mit dem ersten Augenzwinkern in ein Handy zu blicken. Weil sonst beginnt, wie bei den meisten, schon der Morgen mit der Elektronik, eine schlimme Angewohnheit, die  an über den Tag verteilt nicht mehr ablegt. Viele Teenager neigen auch dazu, das Handy direkt am Nachttisch zu haben, auf standby, wozu? Gibt es nachts Gespräche aus USA oder aus Asien, die so wichtig sind? Bestimmt nicht. Das Handy sollte im Idealfall in einem anderen Raum liegen, wo keiner schläft und auf Flugmodus stehen.

Es ist auch unverantwortlich, wie schon 3jährige von dem iPad sitzen und darauf rumtippen. Klar, das schafft auch Freiräume für entnervte Eltern, aber lässt das Kind schon früh in die Abhängigkeit der digitalen Welt abdriften. Dr. Ruston, eine Mutter und selbst Ärztin in Amerika, hat den  Film „Screenagers“ gedreht, bitte klickt auf . Eine spannende Dokumentation, die Eltern und Kinder das Bewusstsein schärft, den Umgang mit den digitalen Devices auf ein gesundes Mass zu reduzieren.

Es gibt Schulen in Boston (USA), die konfiszieren bei Eintritt in das Schulgebäude das Handy und geben es nach Schulende zurück. Und es gibt Mütter wie mich, die Handy- und Computerzeiten zu Hause verhängen, an denen es meiner kleinen Tochter (12) gestattet ist, auf social media zu navigieren. Ich verstecke die Laptops und Handies, damit sie nicht jederzeit griffbereit sind. Seither ist meine Tochter in der Schule viel konzentrierter. Ihre Mitschüler staunen und meinen, dass es ihren Müttern egal sei, wie oft und wie lange sie vor dem Handy sitzen. In der Regel sind das selbst Eltern, die nonstop in die Devices starren. Gewissen Haushalten täte es auch gut, ab 19 Uhr einfach den W-Lan Stecker zu ziehen und somit eine selbst verordnete Entziehungskur zu machen. Spannend zu sehen, was man das als Familie plötzlich wieder gemeinsames unternimmt und mal seit langem wieder einen Spieleabend erlebt. Oder jeder für sich mal ein Buch in die Hand nimmt und kollektives Lesen am Abend geniesst, fordert im übrigen auch den Schlaf!

Bei meinem älteren Kind habe ich vor Jahren auch bewusst  auf Handy- und Laptop-Entzug geachtet. Es war eine sehr nervige Zeit, ich erinnere mich, aber jetzt ist sie 17 und „Herr“ ihrer Sinne, was das digitale Leben angeht. Viele Eltern, die überfordert sind mit dem Thema, geben entweder auf und akzeptieren, dass sie Zuhause gestörte Kinder haben. Andere entsenden ihre Kinder in Internate und geben die Verantwortung somit ab. Letzteres ist auch eine Frage des Geldbeutels, aber sein Kind abschieben in ein Internat, nur weil man selbst die Autorität verloren hat, ist alles andere als gut für die Entwicklung. Insbesondere, wenn man sein Kind schon mit 10 ins Internat steckt und sich dann freut, endlich ein Kind weniger zuhause zu haben. Solche Frauen hätten im Grunde gar keine Kinder kriegen sollen!

Ich habe „Screenagers“ bisher nur als Trailer gesehen, was mache ich erst, wenn ich den Film mit meinem Kind zur Gänze am 3.2.2018 in unserer Schule geschaut habe und danach im Diskussionsforum mit allen anderen sitze? Den Film kann man leider nicht kaufen. Dr Ruston verleiht ihn über die website:www.screenagers.com an Bildungsanstalten, die ihn zeigen dürfen für Eltern und Schüler, mit anschließender Reflexion am Ende des Films. So weckt man Begehrlichkeiten in die richtige Richtung!

 

 

 

Mit Ho’oponopono in 2018 gerutscht

Das Jahr 2018 ist noch jungfräulich. Alles auf Anfang! Ein herrliches Gefühl. Im Dezember 2017 hat mir ein guter Freund, Anwalt und Mediator, etwas vom radikalen Vergebungsritual aus Hawaii erzählt, Ho‘ oponopono, das er in seiner Kanzlei erfolgreich anwendet, wenn sich – wie üblich im Rechtsstreit – Kontrahenten feindlich gegenüber stehen. Er schenkte mir zu Weihnachten das Buch, und ich verschlang es zwischen den Jahren. Ich lebe zwar nach dem Motto, dass man nicht jedermanns Liebling (everybody’s darling is everybody’s idiot“) sein muss und durchaus auch ein paar Gegner haben kann und dass man sich Neid verdienen muss und Mitleid geschenkt bekommt. Aber das Neue Jahr soll positiv beginnen!  Es ist ganz einfach. Vier Sätze, die man als Mantra aufsagen kann, damit man positiv befreit im Geschâftsleben und in der Partnerschaft vorankommt. Nachdem jeder Gedanke eine Form von Energie enthält, könnt Ihr Euch in 2018 so einschwingen, dass das Negative keinen Platz hat.

Dr Lens Glaubenssätze aus der Verzeihungslehre sind folgende:

  1. Es tut mir leid (Reue, setzt unglaubliche Lichtkräfte frei)
  2. Bitte verzeih mir (Verletzungen zu akzeptieren. Mit Liebe die Vergebung annehmen)
  3. Ich liebe Dich (Akzeptanz der Fehler des Anderen und seines Handels)
  4. Danke (Heilung durch Vergebung)

Es fällt sicher schwer, und insbesondere nachtragenden Menschen wie mir, bei einer unschönen Trennung im Geschäft, in einer Ehe oder bei ehemaligen Freunden so radikal vergeben zu können, aber Du bist, was Du denkst. Souveränität geht eben so: Weg mit dem Ballast, der Volksmund sagt „Mund abwischen“. Die Lehre des Ho’oponopono geht eben tiefer, man neutralisiert den „Feind“ mit viel Liebe und guten Gedanken. So entlässt man Negatives, löst sch im Guten und schaut entspannt auf das, was da kommt an Licht und Glück in 2018!