Medienkompetente Eltern?

 

Meine ehemaligen Geschäftskollegen, ein Ehepaar aus USA, wurden recht spät Eltern. In der unglaublichen Vorfreude haben sie die Ultraschall Bilder ihrer ungeborenen Tochter auf ihre bereits vor Geburt implementierte Website gestellt. Danach wurde ein Foto nach dem anderen hochgeladen, das Kind ist heute 15. Es braucht keine Fotoalbensammlung, kein Video mehr anschauen. Das Netz hat ihr Leben nicht nur für sie persönlich, sondern auch für das Internetvolk brav und bis ins Detail gespeichert. Die Eltern taten dies, ohne dass ihre Tochter gefragt werden konnte. Ab 14 Jahren hat man als Heranwachsender Anspruch auf Wahrung seiner Persönlichkeitsrechte, denn dann Jugendliche einsichtsfähig, so heisst es im Gesetzbuch. Befürworter meinen, dass sich Babies und Kinder ja optisch verändern und nicht der gläserne Kunde von morgen sein werden. Ja, aber die Eltern sind transparent und nennen das Kind beim richtigen Namen, wie bei der berühmten Serie „Truman Show“ – leider nur im richtigen Leben! Also, liebe Eltern erst eine eigene Medienkompetenz entwickeln, dann bewusst posten. Denn Eltern haften für ihre Kinder. Und das Internet ist auch eine nicht zu endende Baustelle!

Ohm… Idealer kann man nicht abschalten

Alle sind im Stress. Burnout im Job, vorweihnachtliche Panik… Tut was dagegen. Hier eine sehr nützliche App zur Meditation: Headspace (Guide meditation for everybody). Auch für unsere gestressten Kinder. Ohm….Bei mir schläft sogar der Hund ein!

Wie man ungewollt Hanfpflanzen züchtet

Als Cem Özdemir, der Parteivorsitzender der „Grünen“, auf seinem Balkon ein Interview gab und Hanfpflanzen im Hintergrund sichtbar wurden, war das ein Rieseneklat in Deutschland. Meine Freundin, die im bürgerlichen Berlin-Dahlem ein Haus mit Garten bewohnt, hatte auch plötzlich Hanf bei sich neben ihren Sonnenblumen vorgefunden und wusste nicht, wie sie dazu kam. Des Rätsels Lösung: Das Vogelfutter hing direkt über der Stelle am Baum. Anscheinend fielen ein paar Samen beim Vogelpieken ins Gras und siehe da wird man schon ungewollt ein Hanfpflanzen-Züchter. Die weiblichen Blüten haben einen hohen THC Wert (berauschendes Mittel), der high machen kann und dessen Anbau ist in Deutschland bisher strafbar.

Wir alle können im Reformhaus Hanfsamen(von männlichen, harmlosen Hanfpflanzen ohne THC Gehalt) als Superfood offiziell kaufen und sie in unser Müsli mischen, der ist allerdings nicht zu verwechseln mit dem Hanf, den man als Joint raucht. Die Hanfnüsschen enthalten sehr viele Mengen man Antioxidantien und Vitamin E und Vitamin B 2, das für den Muskelaufbau verantwortlich ist, für Sehstärke und gut für die Haut ist. Wer sich also nicht strafbar machen will, darf keine Hanfpflanzen mit hohem THC Gehalt anbauen, weil dies einen Besitz darstellt. Passt also auf, wenn Ihr die Vögel das ganze Jahr durchfüttert, dass sich da nicht eine Hanfplantage unter den Häuschen entwickelt….

 

So bleiben Drogen ein Fremdwort für Dein Kind

„Kleine Kinder, kleine Sorgen. Grosse Kinder, grosse Sorgen“, so heisst es im Volksmund. Wie wahr. Das direkte Umfeld meiner ältesten Tochter ist von heute auf morgen, innerhalb von drei Monaten,  mit 17 Jahren in der Mushroom-, Marihuana-, Ecstasy-, Chrystal Meth- und Kokswelt gelandet. Mitten aus dem Leben, mitten aus einer bürgerlich sehr aufgeräumten Familie. Ich hätte für diese Freundinnen meines Kindes, die beide sogar mit uns im Urlaub waren, alles gewettet, dass sie nicht mal die Einstiegsdroge Gras rauchen würden. Habe mich schwer geirrt. Es braucht nur einer etwas angespannten Situation wie Stress in der Schule (G 8 sei Dank), Krach im Elternhaus, verdrängte Probleme, Angst vor Gesprächen in der Familie und schon schafft man Raum für den negativen Einfluss von aussen. Da muss nur ein selbst sehr schwacher, traumatisierter Jugendlicher daherkommen, der Drogen wie Schokolade frei Haus verteilt, der so tut, als ob er Dich verstehen würde, der Dich mitreisst in sein tiefes Loch, aus dem er selbst keinen Ausweg mehr sieht, getreu dem Motto: „Wer selbst in der Scheisse sitzt, reisst andere auch gerne mit rein“. Der sein Leid auf andere überträgt, sich gerne in der Opfer statt in der Täterrolle sieht und durch seine Auswegslosigkeit andere in seinem Umfeld sogar mit Suizidgedanken ansteckt. Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren sind bedingt durch die Hormonschübe sensibel, und wenn Jungs ins Spiel kommen, spielen ihre Hormone erst recht verrückt. Wie kann man sie vor solchen psychisch kranken „Verführern“ schützen? Schliesslich kann man sie nicht 24 Stunden bewachen, schon gar nicht, wenn der Drogenheld in der Schule unverblümt sein Unwesen treibt? Und welche Schule hat das Thema nicht auf dem Schirm und reagiert paralysiert?

Nur warum fiel meine Tochter nicht auf diesen Typen rein, der mit ihr sogar die Schulbank drückt? Sie hat offensichtlich genug Bestätigung und Rückhalt in der Familie, ist stark genug, um sich gegen Drogen und das vermeintlich coole Gefühl zu schützen und diesen Verlockungen die kalten Schulter zu zeigen. Ich bin hautnah an meinen Kindern dran, lasse ihnen eine sehr lange Leine, gebe unendliche viele Vertrauensvorschüsse, die bis heute nicht missbraucht wurden. Ich nenne das Unterstützung auf Augenhöhe, die ich meiner Tochter versuche zu geben. Bisher mit grossem Erfolg. Scanne entspannt Ihr Umfeld, speziell auch die Herren der Schöpfung mit Argusaugen.

Aber nicht nur das ist es, was sie nicht in den Drogensumpf abgleiten liess. Ich gab und gebe ihr, das ganze Jahr durchgehend, und noch mehr, wenn der Stress in der Schule sehr hoch ist, Vitamin D 3 und K2 (von Dr. Jacobs), so dass ihr Gemütszustand und ihr Nervenkostüm gleichbleibend stabil ist. Egal, welcher Looser mit lockeren Sprüchen oder Mitleid erweckend da um die Ecke kommt, sie behält den Überblick. Ich habe dem Sohn meiner besten Freundin, der 18 wurde, einen Entsafter zum Geburtstag geschenkt. Wenn sich Jugendliche täglich ein frisches Smoothie selbst zubereiten, haben sie das Bewusstsein, etwas Gutes für Ihr Körpergefühl zu tun. Sie tragen Eigenverantwortung für ihr leibliches Wohl. Gleichzeitig haben sie den Vitaminkick, um dann 8 Stunden lang in der Schule sitzend, konzentriert zu bleiben und zugedröhnte Mitschüler lächelnd zu ertragen. Das gesunde Essverhalten gepaart mit regelmässigem Sport schützt sie auch in den Nächten, wenn sie Party machen, vor den Verwirrten ihrer Altersgruppe. Wie heisst es so schön? „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“.

Jugendliche, deren Gehirn erst mit 25 Jahren ausgewachsen ist, beamen sich nicht nur für den Moment weg mit ihren Drogenkonsum, sondern haben 10 Jahre danach noch die Auswirkungen wie Panikattacken und Angstzustände. Also, Ihr Lieben, lasst den Vitamin D Spiegel Eurer Kinder prüfen, idealerweise über das grosse Blutbild und macht rein präventiv auch einen Drogentest, der neben Blut- und Urinabnahme auch an den Haaren nachvollziehbar ist. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Amphetamine und ihre Spätfolgen

ADHS ist mittlerweile eine Kinder Volkskrankheit geworden. Als meine Kinder schon vor 10 Jahren in den Kindergarten gingen, klagten die Aufseherinnen, dass es Kinder gäbe, die Aufmerksamkeitsstörungen bis hin zu Aggressionen hätten, die die Erzieherinnen nicht mehr in den Griff bekämen.

Kinderärzte verschreiben deswegen bis heute „Ritalin“(Methhylphenidat=MPH), damit sich das Aufmerksamkeitsdefizit der Heranwachsenden minimieren  lässt. Auch verträumte Kinder bekommen das Mittel verabreicht. Leider sehen die Mediziner nicht die Nebenwirkungen, denn Ritalin, das zu der Gruppe der Amphetamine gehört, fördert die Suchtgefahr und führt zu Depressionen. Viele Eltern geben das Betäubungsmittel auch Jugendlichen, damit sie ihre Prüfungsängste überwinden, nicht wissend, dass sie ihre Kinder so in die Abhängigkeit treiben. Und wer schon im Kindesalter  Stimulanzien dieser Art bekam, hat auch weniger Berührungsängste mit Drogen. Wenn Dein Kind also nervös ist, und der Kinderarzt sorglos Ritalin verschreibt, solltet Ihr den Arzt wechseln und dem Kind alternativ Yoga und Spaziergänge verordnen, Johanniskrauttee servieren und einen Heilpraktiker aufsuchen. Ich habe innerhalb der erweiterten Familie einen Grosscousin meiner Kinder, der ein Leben lang Ritalin bekommen hat und bis heute mit 25 Jahren sein Leben nicht in den griff bekommt. Die Eltern hatten lange dem Arzt vertraut und ihr Kind damit ins Unglück gestürzt.

Meine Tochter war auch eine Zeitlang sehr“hibbelig“. Ich war mit ihr beim Heilpraktiker und bei der Physiotherapie, am Ende kam heraus, dass sie auf einer Wasserader schlief. Seit wir Kupferdrähte zum Ausleiten der Wasseradern im haus installiert haben, schläft sie durch und steht morgens einfach auf, ist nicht mehr nervös und schreibt nur noch Bestnoten. Ist voll konzentriert. Auch das solltet Ihr prüfen mittels sogenannter Baubiologen, die Euer Zuhause auf Verwerfungen (Wasseradern, Erdstrahlen) überprüfen.

 

Glücksstoffe aus der Nahrung

Wetterfühligkeit, dunkle Tage, der Winterblues hält Einzug. Wer sich dennoch gut gelaunt durch die kalten Tage bringen will, sollte folgende Glücksstoffe zu sich nehmen:

  1. Aminosäure (Bestandteil von Protein) Tryptophan in Parmesankäse, Cashew-Kerne, Sojabohne, Kakaopulver ungesüsst, Hähnchenbrust
  2. Serotonin, das Glückshormon, das man in Früchten wie Bananen, Ananas, Papaya, Feige und Avocado verstärkt vorfindet
  3. Theobromin gilt als Stimmungsaufheller und ist dauerhafter als Koffein. Am meisten findet ihr diese organische, die Nerven positiv anregende Substanz in dunkler Schokolade.
  4. Aromen wir Anis, Zimt und Vanilleschote beugen Stress vor, den man nun mal hat, wenn man wenig Sonne im Winter zu Gesicht bekommt.
  5. Chili, ich weiss, es ist scharf, aber dies auf der Zunge schmerzt nur kurzweilig und schüttet danach Endorphine (vom Körper selbst produziertes Opioid) aus, weil das Chili die dopaminerge Erregungsleitung manipuliert. Also her mit der Schärfe!
  6. Vitamin D: ich nehme 20000 I.E. als Tablette zweimal die pro Woche und zeige dem Winter die kalte Schulter.

 

Handyverbote in Restaurants

Als ich in 2010 Mitglied des „Soho Houses“ wurde, damals ein rein englischer Club, noch ohne Hotelanschluss, der vom Angelsächsischen aus die Welt eroberte mit einer sehr hippen Restaurant- und Baratmosphäre, war ich“ not amused“ über das dort verhängte Handyverbot. Kam mir sehr unmündig vor. Das geschützte Interieur Design des „Soho Clubs“ durfte nicht abfotografiert werden, so die offizielle Begründung des Verbots. Heute finde ich es grossartig, denn abgesehen von der Innenarchitektur, die auch nicht jedem gefallen muss, finde ich die „Soho Clubs“ weltweit als Oase der Ruhe, denn kein Mensch ist am Handy. Wo kein Bild entstehen darf, da darf auch kein mobiles Telefon gezückt werden. Herrlich! Auch wenn der einst hippe Club mittlerweile nicht nur Kunstschaffende und solche, die mit denen beruflich zu tun haben, aufnimmt, und mittlerweile auch zu einer Hotelgruppe mutiert ist, hat er  konsequent das Handverbot durchgezogen. Ich bin nach dem deutschlandweiten Rauchverbot in den Restaurants nun dafür, dass man auch in Gaststätten mobile Telefone verbietet. Dann reden Paare wieder miteinander, das Mahl wird nicht kalt verzehrt, weil man es nicht zuvor ins Bild setzen kann, und Jugendliche feiern z.B. Geburtstage, ohne hinter dem Handy „Happy Birthday“ zu trällern.

Ein besonders gute Darbietung brachte kürzlich ein Bekannter von mir. Eine grössere Runde an Freunden wurde von ihm im Restaurant dazu verdammt, ihre mobilen ständigen Begleiter in die Mitte des Tisches zu legen. Derjenige, der als erstes  während des Abendessens schwach wurde und zum Handy griff, musste die gesamte Zeche zahlen. Das ist schon mal ein super Anfang back to analogem Geniessen….

 

Auf Trumps Trampelpfaden

Dieser Donald Trump in Amerika hat mit seinem „America First“ nicht nur grossen Schaden in seinem eigenen Land verursacht, sondern hat mit seinen populistisch nationalistischen Äusserungen auch Europa entzweit. Der älteste Kontinent droht in seinen Grundsätzen der vereinten Miteinanders auseinander zu brechen. Patriotismus wird plötzlich so gross geschrieben, dass man sich fragt, wie wir überhaupt eine gemeinsame Währung seit 2002 haben konnten. Aber nicht nur, dass ehemals kommunistische Länder wie Polen, Ungarn und die Tschechei in die braune Ecke abdriften mit ihren neuen Ministerpräsidenten, sondern auch Länder wie Österreich einen Rechtsdruck vollziehen. Damit nicht genug, die national internen Separatistenbewegungen beginnend mit dem „Brexit“ halten nun in Spanien (Abspaltung Kataloniens) und Italien (Autonomie der Lombardei) Einzug. Sie sind alle gegen das Establishment, wählen aber am Ende führende Politiker, die korrupt sind oder Milliarden auf ihren Konten haben (u.a. Andrej Babis in der Tschechischen Republik, Trump in USA).

Vor allen Dingen die ländlichen Regionen, die sich abgehängt fühlen, sind extrem national und votieren für Autonomie nicht wissend, was sie tun. Im Fall Englands sieht man, dass die meisten, die für den „Brexit“ gestimmt haben, heute erst realisieren, was das für sie bedeutet: Zölle, kein Freihandel, keine Eu-Fördergelder, kein Recht auf freien Wohnsitz in einem EU-Land etc. Böse Zungen sagen, dass die konservative Premierministerin Theresa May den Ausstieg so lange verzögern wird, bis neue Parlamentswahlen (2022) anstehen, die dann mit dem Sieg der Liberalen den „Brexit“ aufheben werden.

Man kann für uns Deutsche nur hoffen, dass Bayern nicht „morgen“ als Freistaat seine Autonomie erklärt, und wir vor ähnlichen Problemen wie Spanien oder Italien stehen. Aber Seehofer ist ja noch kein Trump und kein Orban. Das „mir san mir“ mitsamt der blau-weiss Kleinkariertheit wird sicher in den  schwarz, grün und gelben „Jamaica“- Farben politisch gut verdünnt, so dass Deutschland ein homogenes, weltoffenes und liberales Land bleibt. Ich möchte nach wie vor in keinem anderen Land auf der Welt leben und liebe übrigens die Insel „Jamaica“….

Haben Frauen, die einen Schuhtick haben, einen Frust?

Kürzlich war ich in Wien bei einem homosexuellen Sammlerpaar. Als ich bei der Besichtigung ihrer aussergewöhnlichen Kunstsammlung auch in den Privaträumen die Schuhfetischbegierden des einen Hausherrn begutachten durfte, war ich beruhigt, dass auch Männer den Schuhtick haben. Während ich nicht zu der Kategorie von Frauen gehöre, die Gästezimmer in Schuhsäle verwandeln, kumuliere ich als Messi, die sich von nichts trennen kann, seit 30 Jahren auch meine leisen Treter, allerdings in Kisten, zumal sich meine Schuhgrösse nicht verändert hat. Und die meisten von ihnen sind schon Vintage und damit wieder schwer in Mode, was meine Töchter sehr erfreut.

Es gibt aber viele Arten von Sammlerinnen. Schuhwahnsinnige ergattern auch Schuhe, die zu klein sind, diese fallen dann in die Rubrik „Sitz-Liege-Schuhe“. Sie werden eben nur ausgeführt zu Parade zwecken und nicht zum Laufen.

Andere, die das Kleingeld nicht haben, um Schuhe zu horten, bestellen sie, laufen auf einem „wichtigen“ Fest mit der Schutzfolie auf der Sohle, um sie am nächsten Tag mit dem Paketdienst als Retoure zurück zu senden. Auch das gibt es wohl! Unfassbar, womit sich Frau die Zeit vertreibt.

Ein Freund, der ein gut gebuchter Psychologe in Berlin ist, meinte, dass Frauen, die sich jedes aktuelle Modell zulegen müssen, tatsächlich nachweislich ein Problem haben, das sie mit dem Frustkauf kompensieren müssen. Unglückliche Ehefrauen im Kaufrausch seien seine Hauptklientel… Statt sich zu trennen, kaufen sie manisch Schuhe, koste es, was es wolle. Da ist eine Scheidung am Ende günstiger für den Ehemann, denn was „Frau“ da ansammelt mit den Jahren, ist schwer erlitten….

Drohnen, die Gefahr „out of the blue“

Im Sommer haben wir mit Freunden eine Woche auf einem sehr imposanten Boot in Kroatien verbracht. Als wir am Hafen in Dubrovnik den Anker gerade gesetzt hatten, schwirrte zur Begrüssung eine Drohne über uns. Nicht lustig! Wahrscheinlich vermutete man Celebreties an Bord in der Hoffnung, intime Bilder schiessen zu können. Egal, was die Intention war, die Drohnengefahr lauert überall. Selbst in der harmlosen Tiroler Bergwelt schwirrte gestern eine über meinem Balkon, als ich begriff, dass sich mein Nachbar einen Scherz mit mir erlaubte. Wir schotten uns alle ab, bauen Zäume um unser Grundstück, aber kein Dach kann so gross sein, dass es uns wappnet gegen diese Gefahr der Überwachung von oben. Dagegen ist „Google Earth“ noch harmlos, denn diese Bilder müssen zwei Jahre alt sein, die wir heute im Netz begutachten dürfen.

Früher sah sich in meinem Heimatdorf im Schwarzwald neugierige Omas aus dem Fenster starren, heute ist es die Drohne, die die Neugier stillt, aber sie ist nicht so harmlos wie die Fensterbank-Voyeurin. Mit einer Drohne kann man Bomben werfen, so wurde sie im Ursprung zumindest eingesetzt. Heute nutzt man sie als Paketlieferant in entlegene Dörfer, aber was ist die nächste Stufe? Ganz abgesehen, von den Hobbypiloten, die sich ihr Sushi oder ihre Pizza mit der Drohne bestellen und vor die Tür liefern.

Der erste Schritt ist schon mal getan, um die Gefahr von oben einzuschränken. Seit dem 1. Oktober 2017 muss man in Deutschland einen Drohnenführerschein haben, um eine Drohne ab 2 kg Gewicht zivil navigieren zu können. Gut so, denn die Anzahl der fliegenden Geschwader, auch Quadrocopter genannt mit vier Rotoren, nimmt massiv zu. Die Flugsicherheit muss gewährleistet bleiben. Über Menschenansammlungen, Einsätzen von Ambulanz und Polizei sowie in Nähe von Flughäfen gibt es bereits ein Flugverbot. Die gemeldeten Zwischenfälle in der Nähe von Flughäfen stieg nämlich von 14 in 2015 auf 60 bis August 2017. Und nachdem Logistik, Paketzustellung und Co immer wichtiger werden, muss man dieser Entwicklung gegensteuern, sonst haben wir am Ende statt den Himmel voller Geigen den Himmel voller (Kampf)Drohnen.